Mercedes-Benz Museum, Stuttgart

Museumsplanung

Schon beim Wettbewerb für das neue Museum stand das Einweihungsdatum zur WM 2006 fest. Es gab ein klares Briefing mit Vorgaben für den Raumbedarf, aber auch ein Szenario – ein Skript –, auf dessen Basis der Bau entstand. Die gründliche Vorbereitung des Wettbewerbs, eine Verteilung von Zuständigkeiten auf Auftraggeber und Nutzer, die frühe Zusammenarbeit von Architekt und Museumsplaner sowie die Überprüfung der Machbarkeit in allen Stadien (mittels Modellen bis zu 1:1 Mock-Ups) erzeugten einen klaren Prozessablauf. Die Bauherrenvertreter waren Architekten mit Erfahrung in der Zusammenarbeit mit ausländischen Büros. Die Zusammenarbeit fand in einem gemeinsamen Projektbüro für alle Beteiligten (Bauherr, Projektsteuerung und Planer) statt. Wöchentliche gemeinsame Baustellentermine führten zu abgestimmten Lösungsvorschlägen, während Bau und Planung parallel abliefen. Budgetverschiebungen zwischen Gewerken waren möglich. Die Planung des Bauablaufs und der Logistik zur Einrichtung des Museums waren große Herausforderungen. Das Projekt wurde innerhalb des Zeit- und des Kostenrahmens fertiggestellt und gilt aufgrund seiner innovativen Entwurfs- und Baumethodik als Ikone der ‚Digitalmoderne‘.

Dieses Projekt wurde im Rahmen der Baukulturwerkstätten 2014 zur Diskussion gestellt.

Fertigstellung 2006
Planungszeitraum ab 2002
Auftraggeber DaimlerChrysler Immobilien (DCI)
Architekt / Planer

UNStudio, Amsterdam (verantwortliche Architekten: Ben van Berkel mit Tobias Wallisser)   

Planungsbeteiligte HG Merz (Museumsgestaltung); Wenzel+Wenzel (Partnerarchitekten); Design to Production (Geometrie und Fertigung); WSI (Statik); Transsolar (Klima); Knoll (Landschaftsplanung); Brandi (Licht); Inside Outside, Concrete, Dress&Sommer (Projektsteuerung)
Größe / Fläche 35.000 qm (Museum und Verbindungsbau zur Niederlassung) / Museum: 16.500 qm auf 8 Ebenen
Baukosten brutto Gesamtkosten ca. 150 Mio. Euro / Gebäude ca. 75 Mio. Euro (ohne musealen Ausbau)
Nutzungen
Kultur
Planungskultur