Abtei Michaelsberg

Baukultur transformiert Denkmale

Gleich zwei Auszeichnungen auf der weltgrößten Immobilienmesse zu erhalten, ist eine besondere Projektwürdigung. Besonders wenn es sich dabei, verglichen mit den Konkurrenzprojekten, um einen verhältnismäßig kleinen Um- und Erweiterungsbau im denkmalgeschützten Bestand handelt. Die ehemalige Abtei Michaelsberg wurde zu einer modernen Tagungs- und Bildungseinrichtung umgebaut und durch einen Neubau ergänzt. Dabei wurde die bekannte Silhouette, die als Siegburger Wahrzeichen gilt, nicht verändert.

Die Prämierung auf der MIPIM in Cannes in den Kategorien „Best Hotel & Tourism Resort Award“ und „Spezial Jury Award“ bestätigt das wachsende Interesse des globalen Immobilienmarktes an Denkmalbeständen. In den über 950 Jahren ihres Bestehens erfuhr die Abtei wechselhafte Nutzungen als Gotteshaus, Kaserne, Irrenanstalt, Gefängnis, Jugendherberge und Heilanstalt. Nach einem Brand im 18. Jahrhundert wurde der bis heute erhaltene barocke Gebäudekomplex errichtet. Neue Funktionen verbunden mit hochwertiger Architektur sichern nun das Fortbestehen der Immobilie im Kirchenbesitz.

Dieses Projekt wurde im Rahmen des Ettersburger Gesprächs 2019 zum Thema "Baustoffe, Systeme, Nachhaltigkeit. Ressourcen für die Zukunft des Bauens." auf Schloss Ettersburg vorgestellt.

Fertigstellung 2017
Planungszeitraum 2013–2017
Auftraggeber Erzbistum Köln
Architekt / Planer

Architekt
caspar. (vormals meyerschmitzmorkramer)

Landschaftsplanung
FSWLA

Tragwerksplanung
Finck Billen Ingenieurgesellschaft GmbH & Co KG

Prüfstatik
Ingenieurbüro Feld

RLT, MSR
Ingenieurgemeinschaft TEN GmbH

Brandschutz
Ingenieurbüro Gehlen

Bauphysik
ISRW Klapdor

Bodengutachter
Ingenieurbüro Vogt

Vermessung
Vermessungsbüro Koch/Dipl. Ing. Ulrich Epp

Größe / Fläche Abtei: 15.330 qm / Neubau: 7.734 qm
Baukosten brutto 47. Mio. Euro (davon 6 Mio. Euro aufgrund eines Hagelschadens)
Nutzungen
Arbeiten
Kultur