Netzwerk Baukulturelle Bildung

Viele Wege, ein Ziel. Qualität entsteht gemeinsam.

Bundesweit bieten vielfältige Akteure pädagogische Aktivitäten zu Baukultur an und zeigen, wie Themen der Baukultur als selbstverständlicher Bestandteil im Bildungsalltag von Kinder und Jugendlichen integriert werden können. Anliegen der Bundesstiftung Baukultur ist es, die Akteure zu stärken, ihr Engagement sichtbar zu machen und Nachahmer für gelungene Praxisbeispiele zu werben. Die Bundesstiftung Baukultur versteht sich hierbei als Multiplikator und Stimme, auch in den politischen Raum.

Das offene Netzwerk Baukulturelle Bildung bietet allen Akteuren eine Plattform zum Austausch. Offen bedeutet hierbei, dass jederzeit neue Akteure baukultureller Bildung hinzukommen und willkommen sind. Das betrifft sowohl Einzelpersonen als auch Einrichtungen, Organisationen und Kooperationen. Neben Impulsen aus Praxis und Forschung bietet das Netzwerk Gelegenheiten, gemeinsame Ressourcen und Kräfte für weitere Projekte baukultureller Bildung zu bündeln.

Regelmäßige Treffen im Fachnetzwerk zum inhaltlichen und persönlichen Erfahrungsaustausch ermöglichen das Lernen von anderen Akteuren, den Wissenszuwachs über die Vielfalt bestehender Formate sowie das Entwickeln gemeinsamer Strategien. Dabei geht die Baukulturvermittlung über Bildungseinrichtungen hinaus und sucht den Austausch zu Bereichen wie Kulturpolitik, Jugendarbeit, politische Bildung, Museumspädagogik, Umwelt und Wissenschaft sowie weiteren Professionen.

Vom einzelnen Akteur zum Engagement im Netzwerk
Das Netzwerk Baukulturelle Bildung wurde im Dezember 2017 im Rahmen eines Expertenworkshops auf Einladung der Bundesstiftung Baukultur und ihres Fördervereins initiiert. Um eine solche Partnerlandschaft zu gründen, bedarf es einiger Vorbereitungen: Bereits 2010 haben sich in der Kampagne „bauTraum“ – einer gemeinsamen Initiative von Bundesarchitektenkammer, Deutscher Stiftung Denkmalschutz, Bundesstiftung Baukultur und ihrem Förderverein – in einem Aktionszeitraum von Februar bis September über 500 Akteure zusammengefunden. Pädagogen und Planer, politische und kommunale Entscheidungsträger sowie Jugend-, Quartiers- und Kultureinrichtungen haben mit mehr als 350 Aktivitäten und Projekten gezeigt, wie sich baukulturelle Themen in den schulischen oder außerschulischen Alltag integrieren lassen und wie sich Kinder und Jugendliche aktiv beteiligen können – eine enorme Resonanz. Aufbauend auf den Ergebnissen des Expertenworkshops 2017 und einem zweiten Expertengespräch im April 2018 wurde mit dem Forum „Baukulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche“ auf dem Konvent der Baukultur 2018 in Potsdam das Netzwerk Baukulturelle Bildung gefestigt und vergrößert, verbunden mit einem gemeinsamen Appell: Baukultur braucht Bildung! 

„Ziel der baukulturellen Bildung ist es, die Gesellschaft – Kinder, Jugendliche und Erwachsene – in allen Lebensphasen für die gebaute Umwelt zu sensibilisieren und diese als Lernanlass, Lernressource und gestaltbaren Raum zu nutzen." So heißt es in der Potsdamer Resolution der baukulturellen Bildung, die der Konvent am 4. Mai 2022 verabschiedete. Mit konkreten Handlungsempfehlungen wendet sich der Konvent als zentrales Forum aller Bauschaffenden Deutschlands mit dem Positionspapier zur baukulturellen Bildung an Politik, Verwaltung und Institutionen, aber auch an Unternehmen, Kammern, Verbände und Initiativen. Das Arbeitspapier steht allen Interessierten für ihre Arbeit zur Verfügung. Als Preview zur Potsdamer Resolution stellte Reiner Nagel am Vortag des Konvents etwa achtzig teilnehmenden Gästen Inhalte und Ziele der Potsdamer Resolution im Forum „Baukulturelle Bildung“ vor. In vier Impulsvorträgen aus den Bereichen Planung, Kunst, Lehramtsausbildung, Verwaltung und baukulturelle Praxis wurde die Potsdamer Resolution vorab auf die Frage nach notwendigen Instrumenten und Bedingungen für Entwicklungsprozesse und deren strukturelle Verankerung untersucht.

Mit weiteren Foren und Netzwerktreffen zur baukulturellen Bildung werden wir den Faden aufgreifen und freuen uns auf weitere Impulse von Ihnen zur Potsdamer Resolution in der Praxis.

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