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Weisse Kiste

Mies van der Rohe Haus

Mit der Ausstellung WEISSE KISTE geht das Mies van der Rohe Haus in die zweite Runde des Ausstellungsjahres zum Bauhausjubiläum, an dem sich die Institution 2019 mit insgesamt vier Ausstellungen, einem Forschungsprojekt und zwei Bauhausfesten beteiligt.

In der Ausstellung geben die japanisch-amerikanische Künstlerin Rakuko Naito, der deutsche Künstler Thomas Rentmeister und sein französischer Kollege Michel Verjux ihren künstlerischen Kommentar zu einem der wichtigsten Themen der Moderne, der WEISSEN KISTE. 

Rakuko Naitos Arbeiten für die Ausstellung im Mies van der Rohe Haus bestehen aus filigranen, weißen Papierstücken. Gefaltet, gerollt oder geschichtet, bilden sie eindrucksvolle fragile Strukturen. Diese werden in weißen Boxen präsentiert. „Ich könnte für immer in einer weißen Kiste Leben“, so die in New York lebende Künstlerin Rakuko Naito, die in einem modernen, weißen Haus in Tokio aufgewachsen ist, welches ihr Vater 1930 gebaut und entworfen hat. 

Für Thomas Rentmeisters künstlerische Arbeit ist das Bauhaus weniger relevant. Ihn treibt vielmehr die Frage um, „ob die Kiste innen weiß ist, oder außen“, so Rentmeister im Textbeitrag zum Ausstellungskatalog. Mit einer Rauminstallation aus Kühlschrank, Zucker, Papierstapel, Zahnpasta und Glaskubus auf Aluminiumpodest dekonstruiert er den Mythos vom puristischen White Cube.  

Eine große Wirkung mit einfachsten Mitteln erzeugt der französische Künstler Michel Verjux. Ein einzelner Lichtspot, präzise gesetzt, zeigt die Architektur des Hauses in einem neuen Licht. Verjux erklärt: „Etwas zu beleuchten ist auch gleichzeitig etwas zu enthüllen. Eine „éclairage“ konstituiert in sich das Ereignis, die Darbietung und das Zeichen der Zurschaustellung von einem Teil der Welt vor unseren Augen.“

Die Ausstellung ist noch bis zum 7.7. geöffnet.

Veranstalter
Mies van der Rohe Haus

28.04.2019, 16.00
Teilnahmegebühr: 0€


Oberseestraße 60
13053 Berlin
Deutschland