Expo Real 2018

Qualität Planen, Zukunft Bauen.

DGNB

Auch in diesem Jahr hat sich die Bundesstiftung Baukultur auf der Immobilienmesse Expo Real präsentier – unter dem Motto "Qualität Planen, Zukunft Bauen." Am Gemeinschaftsstand mit der Bundesarchitektenkammer (BAK), der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und dem Baukosteninformationszentrum Deutscher Architektenkammern (BKI). Der Messeauftritt der Bundesstiftung Baukultur wurde finanziell von GSK Stockmann unterstützt. Weitere Infos und Impressionen finden Sie unter "Dokumentation".

 

Auszug aus dem Standprogramm am Gemeinschaftsstand "Qualität Planen, Zukunft Bauen."
Halle A2, Stand 334

 

Montag, 8. Oktober 2018, 12.45 - 13.35 Uhr
Standeröffnung: Impulse für den Wohnungsbau

  • Horst Seehofer, Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat (BMI)
  • Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
  • Christine Degenhart, Präsidentin Bayerische Architektenkammer 
  • Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsidentin BAK 
  • Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender Bundesstiftung Baukultur
  • Prof. Dr. Alexander Rudolphi, Präsident DGNB

 

Montag, 8. Oktober 2018, 15.30 - 16 Uhr
Bestand hat Zukunft – Werte neu entdecken

Die Schichten einer Stadt lassen sich an den Vierteln und Bauten vergangener Tage ablesen. Diese sind das kulturelle Gedächtnis einer Stadtgesellschaft, stiften Identität und prägen den Charakter von Orten. Die Preisentwicklung in innerstädtischen Gründerzeitvierteln ist nur ein Zeugnis der steigenden Wertschätzung und Rückbesinnung auf die Qualitäten früheren städtischen Bauens. Im Bestand verbergen sich Werte, die sich nicht von einem weißen Blatt Papier aus schaffen lassen. Auf dem Podium wird diskutiert, mit welchen Strategien sich diese entdecken und entwickeln lassen.

  • Jörg Lammersen, Vorstandsvorsitzender IMMOEBS e.V.
  • Dr. Markus Wiedenmann, Geschäftsführender Gesellschafter Art-Invest Real Estate Management GmbH & Co. KG
  • Stefanie Frensch, Geschäftsführerin HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH
  • Prof. Dr. Karsten Tichelmann, Gesellschafter TICHELMANN & BARILLAS TSB Ingenieurgesellschaft mbH
  • Prof. Dr. Jan Kehrberg, Partner bei GSK Stockmann Rechtsanwälte Steuerberater Partnerschaftsgesellschaft mbB
    Moderation: Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur
     

Dienstag, 9. Oktober 2018, 12 - 12.30 Uhr
Städte brauchen Plätze – der Öffentliche Raum als Motor für Standortentwicklung

Öffentliche Plätze sind jene Orte, an denen Stadt erfahrbar wird, wo Menschen sich begegnen, zusammenkommen und gemeinsam den öffentlichen Raum beleben. Funktionierende, vitale Plätze sind attraktiv für Einheimische wie Touristen und sind vielerorts der Schlüssel um weitreichende Aufwertungsprozesse in Gang zu setzen. Diese Plätze stehen immer in Wechselwirkung mit der sie umgebenden Bebauung und sind daher bei jedem Veränderungsprozess mit besonderer Aufmerksamkeit mitzudenken. Gerade der Umbau brachliegender Plätze, deren einstige Nutzung nicht mit der Zeit Schritt halten konnte, bietet das Potential weit über ihre Umgebung hinaus Impulse für eine zukunftsorientierte und werthaltige Standortentwicklung zu setzen.

  • Alexander Lohausen, geschäftsführender Gesellschafter Kauri CAB Development Berlin GmbH
  • Julia Dahlhaus, Geschäftsführerin Dahlhaus Müller Wehage Partnerschaft mbB 
  • Prof. Dr. Thomas Fenner, Geschäftsführender Partner FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH
  • Tim von Winning, Bürgermeister für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt der Stadt Ulm
    Moderation: Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur
     

Dienstag, 9. Oktober 2018, 14 - 14.30 Uhr
Die Stadt planen und bauen – Netzwerktreffen

Netzwerktreffen von Baubürgermeistern, Stadtbauräten, Baudezernenten und Stadtbaumeistern mit Planern und Architekten.
Begrüßung: Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur

 

Mittwoch, 10. Oktober 11 - 11.30 Uhr
Wrap up und Ausblick

Die Kommunikationsverantwortlichen der Standpartner blicken zurück auf zwei Tage Expo Real und auf die Themen der kommenden Monate.

  • Felix Jansen, Abteilungsleiter PR und Kommunikation DGNB
  • Paul Lichtenthäler, Pressesprecher BAK
  • Dr. Anne Schmedding, Bundesstiftung Baukultur

 

Impressionen
Bestand hat Zukunft – Werte neu entdecken

Montag, 8. Oktober 2018, 15.30 - 16 Uhr

Die Schichten einer Stadt lassen sich an den Vierteln und Bauten vergangener Tage ablesen. Diese sind das kulturelle Gedächtnis einer Stadtgesellschaft, stiften Identität und prägen den Charakter von Orten. Die Preisentwicklung in innerstädtischen Gründerzeitvierteln ist nur ein Zeugnis der steigenden Wertschätzung und Rückbesinnung auf die Qualitäten früheren städtischen Bauens. Die Diskussion bewegte sich in der Spur des kommenden Baukulturberichts 2018/19 "Erbe - Bestand - Zukunft" und rückte die Frage in den Mittelpunkt, wie sich Werte im gebauten Bestand entdecken und entwickeln lassen.
"Was steht, steht", erläutert der Wirtschaftsjurist Professor Jan Kehrberg auf die Frage hin, ob Projektentwicklung aus dem Bestand strukturell schwerer und rechtlich komplizierter sei. Ebenso sei es ein großer Vorteil, auf die Infrastruktur eines bestehenden Quartier zurückgreifen zu können, so Kehrberg.
Für Dr. Jan Wiedenmann, Geschäftsführender Gesellschafter von Art-Invest Real Estate, stellen Bestandsimmobilien gar die         einzige vernünftige Asset-Klasse für Investoren dar: "Qualität lässt sich nicht im Excel-Spreadsheet darstellen". Die ungebrochen hohe Nachfrage seiner Kunden und der Erfolg des Unternehmens bestätigten ihn in seinem Ansatz, etwaige Mehrkosten beim Erwerb historischer Bestandsimmobilien in Kauf zu nehmen, so Wiedenmann.
Moderator Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur, verwies auf eine Untersuchung von Professor Karsten Tichelmann zu einem Dachaufbauprogramm. Dies fördere zu Tage, dass 1,5 Millionen zusätzliche Wohnungen auf deutschen Dächern aufgesetzt werden könnten – „unter gewissen Voraussetzungen" stellte Tichelmann klar und verwies auf den teils hastig aufgebauten Bestand aus den 1950er und 60er Jahren, bei dem die Qualitätsfrage zu stellen sei.
Stefanie Frensch lenkte das Augenmerk darauf, bei der Projektentwicklung den Städtebau immer zuerst zu denken und in den bestehenden Strukturen zu arbeiten. Architekten seien in der Lage zu rechnen und könnten auch mit schmaleren Budgets gute Projekte zu verwirklichen, so die Geschäftsführerin der HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft.
An dieser Stelle pflichtete ihr auch Jörg Lammersen bei: "In der Regel liegt es nicht am Architekten". Für den Vorstandsvorsitzenden des IMMOEBS e.V. liegt es allzu oft am Mut der Bauherren, dass qualitätsbewusstes Planen und Bauen auf der Strecke bleibt. Er richtete die Forderung nach Qualität an alle am Planungsprozess Beteiligten.

Städte brauchen Plätze – der Öffentliche Raum als Motor für Standortentwicklung

Dienstag, 9. Oktober 2018, 12 - 12.30 Uhr

Öffentliche Plätze sind jene Orte, an denen Stadt erfahrbar wird, wo Menschen sich begegnen, zusammenkommen und gemeinsam den öffentlichen Raum beleben. Funktionierende, vitale Plätze sind attraktiv für Einheimische wie Touristen und sind vielerorts der Schlüssel um weitreichende Aufwertungsprozesse in Gang zu setzen. Diese Plätze stehen immer in Wechselwirkung mit der sie umgebenden Bebauung und sind daher bei jedem Veränderungsprozess mit besonderer Aufmerksamkeit mitzudenken. Gerade der Umbau brachliegender Plätze, deren einstige Nutzung nicht mit der Zeit Schritt halten konnte, bietet das Potential weit über ihre Umgebung hinaus Impulse für eine zukunftsorientierte und werthaltige Standortentwicklung zu setzen.
Reiner Nagel, Moderator und Vorstandvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur, bemerkte einleitend, dass das Thema der Öffentliche Räume auf der Expo Real eigentlich gar nicht stattfinde, wobei gerade diese rahmengebend für wertige Immobilien seien.
"Die Stadt entdeckt den Menschen wieder!", erklärte Professor Thomas Fenner. Dabei verwies der Landschaftsarchitekt auf die langwierige Abkehr von der autogerechten Stadt und darauf, dass vitale öffentliche Räume dieser Tage ein Pfund seien, mit dem Städte um die besten Talente wetteiferten.
Für Tim von Winning, Bürgermeister für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt in Ulm, ist eines der großen Probleme der Platzgestaltung, dass Flächen durch ein ganzes Bündel von Reglungen bereits verteilt seien und als "Durchgangsflächen" verkehrlich genutzt werden. 10 Prozent seines Berufs hätten damit zu tun, wie man in der Stadt parken könne, so der Baubürgermeister. Er empfahl, dem mit einem maßvolles Gegensteuern zu begegnen: "Qualifizierte Freiraumgestaltung ist der kleine Bruder von Dichte".
Die Architektin Julia Daalhaus wies in diesen Zusammenhang darauf hin, dass aus Ihrer Erfahrung heraus Dichte für grüne Freiflächen von den Bürgern akzeptiert werde. Sie plädierte für einen sensiblen Umgang bei der Ausgestaltung des Bereich zwischen privaten und öffentlichen Räumen. Gerade das erhöhe die Akzeptanz von Innenentwicklung merklich.
Alexander Lohausen, geschäftsführender Gesellschafter Kauri CAB Development, riet, bei diesen Diskussionen "nichts und niemand gegeneinander auszuspielen“. Man müsse neue Formen der Platzgestaltung und des Umgangs mit Verkehrsflächen finden, die keinen Verkehrsteilnehmer benachteilige, egal ob im Auto, auf dem Fahrrad oder zu Fuß.

Messen

EXPO REAL 2018

Veranstalter
Messe München GmbH

08.10.2018 - 10.10.2018

Messegelände
Halle A2 Stand 334
81823 München
Deutschland

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