Ausstellung

Paulskirche - Ein Denkmal unter Druck

Moritz Bernoully; 2019

Blick aus dem ehemaligen Regieraum in den Saal

In der Hoffnung auf Frankfurt als neue bundesdeutsche Hauptstadt wurde 1947\48 die kriegszerstörte Paulskirche als potenzieller Parlamentssitz wieder aufgebaut. Unter Federführung von Rudolf Schwarz entstand ein bewusst nüchterner Raum, der für das Eingeständnis der Schuld und den demokratischen Neubeginn steht. Inzwischen ist die Paulskirche ein Festsaal, von dem bundes-weite Debatten ausgehen, dessen architektonische Qualität aber selten gewürdigt wird.
Die Ausstellung schildert die Baugeschichte von 1786 bis heute entlang der jeweiligen politischen und gesellschaftlichen Strömungen. Gezeigt werden zahlreiche historische und aktuelle Fotos sowie Entwurfszeichnungen aus der Sammlung des DAM. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Umbauten in den 1960er- und 1980er-Jahren samt den begleitenden Rufen nach Rekonstruktion eines Vorkriegszustandes, die auch heute anlässlich einer anstehenden Sanierung wiederkehren.

Ein gemeinsames Projekt des Deutschen Architekturmuseums und der Wüstenrot Stiftung.

Die Ausstellung ist noch bis zum 16. Februar 2020 geöffnet.

07.09.2019


Deutsches Architekturmuseum
Schaumainkai 43
60596 Frankfurt
Deutschland