Konvent der Baukultur verschoben

18. - 19. Mai 2021 in Potsdam

*** Konvent der Baukultur verlegt. Neues Datum: 18. und 19. Mai 2021 in Potsdam ***

Liebe Baukulturschaffende,

seit geraumer Zeit planen und organisieren wir mit viel Engagement den Konvent der Baukultur in Potsdam, der für den 23. und 24. Juni 2020 vorgesehen war. Nun müssen wir das große Treffen der Baukulturschaffenden wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr auf den 18. und 19. Mai 2021 verschieben. Aufgrund der jüngsten Entscheidung der Bundesregierung, bis Ende August alle Großveranstaltungen zu untersagen, ist eine Durchführung im Juni einfach nicht machbar. Alle digitalen Alternativen, die derzeit Hochkonjunktur haben, funktionieren nicht, um einen lebendigen Konvent mit Leib und Seele zu veranstalten. Der virtuelle Raum kann eben das echte Leben nicht ersetzen!

Wir haben uns also entschlossen, einen alternativen Fahrplan aufzustellen, der der Sachlage gerecht wird, aber auch die Anliegen der Baukultur weiter voranbringt: 
Wir verlegen den Konvent auf den 18. und 19. Mai 2021 in Potsdam. Am 17. Mai 2021 findet als Rahmenprogramm voraussichtlich eine Fachexkursion zu Zielen in Brandenburg statt. 

Den aktuellen Baukulturbericht 2020/21 „Öffentliche Räume“, der sich zurzeit auf dem Weg ins Bundeskabinett und den Bundestag befindet, werden wir wie vorgesehen im Sommer veröffentlichen. Er steht dann allen als PDF auf unserer Webseite zur Verfügung. Mitgliedern im Konvent oder im Förderverein senden wir gedruckte Exemplare zu, und auch diejenigen, die sich bei uns melden und lieber analog lesen wollen, erhalten von uns Post.

Das Thema der öffentlichen Räume ist in unserem Corona-Alltag aktueller denn je. Das durch die Konvent-Verlegung gewonnene Jahr wollen wir deshalb nutzen, um den Baukulturbericht zu diskutieren und seine Handlungsempfehlungen in verschiedenen Dialogrunden auf operationalisierbare Ziele und Aufgabenpakete herunter zu brechen. Vorgesehen sind Formate des Austauschs und der Mitwirkung, über die wir Sie entsprechend informieren und in die wir Sie gerne auch einbinden werden. Der Konvent hat damit im kommenden Jahr erstmals die Chance, den Baukulturbericht auf Basis einer vorlaufenden Debatte zu behandeln. Insofern können wir aus der aktuellen Situation gemeinsam das Beste machen.

Das gilt auch für einige Foren des geplanten Basislagers, die nach Möglichkeit übers Jahr verteilt stattfinden werden. Zum Beispiel zur Baukultur in ländlichen Räumen unter der Überschrift „Baukultur lokal“ oder zur Bedeutung der „Kostengruppe 100“, also des Grundstücks beim Bauen und Wohnen unter dem Schlagwort „Bodengold“. Die meisten Baustellen laufen weiter und mit ihnen auch die Themen der Baukultur. So wollen wir uns unter der Überschrift „Einfach bauen“ mit Baustoffen beschäftigen, die allein oder in Kombination miteinander die richtigen Antworten auf die Fragen von Ressourcen- und Energieeffizienz, Stoffkreisläufen und zur regionalen Baukultur geben. Sobald hierzu Termine und Veranstaltungsorte bekannt sind, werden wir Sie auf unserer Webseite und via Newsletter informieren.

Und schließlich hatten wir für den Konvent im Juni auch die Vorstellung des Handbuchs zur baukulturellen Bildung vorgesehen. Wir werden das Handbuch nun im Sommer auch ohne den geplanten Rahmen des Konvents veröffentlichen, es versenden und auf unserer Website zum Download anbieten  – und damit den vielen Engagierten in der Baukulturvermittlung und Bildung neue Erkenntnisse und Material an die Hand geben, schon für die Sommerpause und den erwarteten Neustart an Schulen danach.

Insofern tun wir alles, um Schritt für Schritt vom Corona-Lockdown zur baukulturellen Bewegungsfreiheit zurückzukehren. Wir freuen uns darauf, auch in der nahen Zukunft mit Ihnen zu den Anliegen der Baukultur im Austausch zu bleiben und halten Sie auf dem Laufenden. Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir weiterhin unsere gemeinsamen Ressourcen für die Baukultur bündeln.

Bleiben Sie gesund, aktiv und optimistisch!

Ihr Reiner Nagel

Vorab: Montag, 22. Juni

Fachexkursion: Baukultur lokal
Ganztägige Busrundfahrt in Brandenburg

Im Vorfeld des Konvents der Baukultur 2020 veranstaltet die Bundesstiftung Baukultur in Kooperation mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der Baukulturinitiative Brandenburg eine Fachexkursion zu Zielen in Brandenburg. Die eintägige Busrundfahrt zeigt einen Querschnitt durch die Prozesse und die baulichen Entwicklungen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Themen Innenentwicklung, kreative Nach- und Umnutzung sowie der Zukunftssicherung des ländlichen Raums – Start- und Endpunkt ist Potsdam. Die Fachexkursion wird fachlich und finanziell durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt gefördert. Veranstaltungspartner ist die Baukulturinitiative Brandenburg, Kooperationspartner sind die Handwerkskammer Potsdam und das Netzwerk Zukunftsorte.

9.30 Uhr Abfahrt auf dem Areal Schiffbauergasse, 14467 Potsdam 

ca. 20.30 Uhr zurück in Potsdam

 

Dienstag, 23. Juni – Basislager der Baukultur

Areal Schiffbauergasse, 14467 Potsdam 

10 Uhr Begrüßung

11 Uhr Offene Foren (Gesprächs- und Arbeitsformate)

1 Entwurfswerkstatt für Studierende

Mit dem Baukulturbericht 2020/21 stehen die öffentlichen Räume im Rahmen des diesjährigen Konvents der Baukultur im Fokus. Das Forum für Studierende leitet in das Thema vor Ort ein und dient der Baukulturvermittlung mit einer Entwurfs- und Interventionswerkstatt zur Erarbeitung von Freiraumpotentialen eines Kreativquartiers, das sich im Umbruch befindet. Die Arbeitsmethode ist ein Entwurfsstegreif mit individueller Durcharbeitung. Gegenstand ist der Veranstaltungsort des Konvents – das Erlebnisquartier der Schiffbauergasse selbst. In Kooperation mit Partneruniversitäten sollen neue Konzepte zu Mobilität, Beleuchtung, Orientierung und Wegeführung, dem ökologischen Potential der Freiflächen sowie zur Mischung, Struktur und Aufenthaltsqualität erarbeitet werden. Die Entwurfswerkstatt für Studierende wird von der Wüstenrot Stiftung gefördert.

2 Bodengold

Angespannte Wohnungsmärkte in den Städten und Ballungsregionen, Spekulation mit Grundstücken und Wohnraum sowie steigende Mieten und Grundstückspreise – mittlerweile alltägliche Phänomene in Deutschlands Großstädten, oft zusammengefasst unter dem Schlagwort „Betongold“. Es sind aber nicht Baukosten und Gebäudewerte, sondern in erster Linie Bodenwerte und Baulandpreise, die immer stärker und schneller steigen. Das Forum „Bodengold“ will hier ansetzen: Wie kann trotz des teuren und knappen Bodens durch (mehr) Baukultur ein Aktivierungspotenzial geweckt werden? Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen werden Initiativen, Instrumente und gute Beispiele aktiver Bodenpolitik vorgestellt. Das reicht von Konversionsflächen über Innenentwicklung bis zu Baulandstrategien.

3 Baukultur lokal

Der ländliche Raum rückt planerisch wieder stärker in den Fokus. Neben der landschaftlichen Attraktivität werden immer mehr Orte zu Anziehungspunkten für Stadt-Land-Wanderer und schaffen dabei produktive und soziale Innnovationen. Dennoch bleiben gerade in strukturschwachen Regionen die Themen Landflucht und Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge weiterhin als zentrale Herausforderungen bestehen, vom Donut bis zu Baugebieten für Einfamiliennhäuser. Im Rahmen des Forums „Baukultur lokal“ werden die Potentiale kleiner Gemeinden im Umbruch aufgezeigt und Beispiele vorgesellt, die baulich sowie gesellschaftlich – eben baukulturell – in die bestehenden Strukturen eingreifen, neue Wege anbieten und dabei lebenswerte, nachhaltige, kompakte Städte und Dörfer weiterbauen. Das Forum wird fachlich und finanziell durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt gefördert. Veranstaltungspartner ist die Baukulturinitiative Brandenburg.

4 Crashkurs: Baukultur vermitteln

Das Forum zum Thema der baukulturellen Bildung legt den Fokus auf Methoden der Bildungsarbeit im Spannungsfeld zwischen Aneignung und Vermittlung von Baukultur für Kinder und Jugendliche. Das schließt nicht nur die Wahrnehmung, sondern auch partizipative Prozesse des Planes und Bauens ein. Einschlägige, praxiserprobte Methoden baukultureller Bildung aus dem unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Bereich sollen beispielhaft dargestellt werden. Die im Rahmen des Konvents der Baukultur 2020 stattfindende Schülerbaustelle wird ebenfalls in den "Crashkurs: Baukultur vermitteln" einbezogen.

5 Kundige Baustoffe

In den Anfängen des letzten Jahrhunderts entstanden in der auslaufenden Gründerzeit und in den Bauten der Moderne Architekturen, die noch heute vielerorts zu den beliebtesten städtischen Immobilien zählen und allein aufgrund ihrer langen Lebensdauer als nachhaltig bezeichnet werden können. Grund genug, sich die zentralen Baustoffe – Ziegel, Holz, Beton und Stahl – genauer anzuschauen und unter aktuellen Gesichtspunkten auf ihre Relevanz zu überprüfen. Dabei stellen sich die Fragen: Wann ist ein Baustoff eigentlich nachhaltig? Wie kann man durch die kundige Verwendung bewährter Baustoffe aktuellen Herausforderungen begegnen? Was kann ein innovativer Materialeinsatz für die Ästhetik eines Gebäudes bewirken? Und gibt es den einen besten Baustoff oder im Verbund wirksame, beste Baustoffe?

BDA-Broschüre: Gestaltungsbeiräte (Präsentation und Diskussion)

In etwa 130 Städten arbeiten Gestaltungsbeiräte, Gestaltungskommissionen oder Baukollegien und sind dort als fester Bestandteil in den Abstimmungs- sowie Genehmigungsprozessen etabliert. Dabei handelt es sich überwiegend um große Städte, in denen die Beiräte seit mehreren Jahren kontinuierlich eigesetzt werden. Gleichzeitig ist festzustellen, dass vor allem die Akteure aus Orten in ländlichen Regionen viel seltener oder noch nicht mit einem solchen Expertengremium zusammenarbeiten. Das Anliegen der aktualisierten und überarbeiteten Broschüre des Bundes Deutscher Architekten (BDA) besteht deshalb darin, besonders in den kleineren Städten und Gemeinden im ländlichen Raum für dieses Instrument zu werben. Die Broschüre wird hier gemeinsam diskutiert, zur Vorbereitung erhalten Sie vorab einen Auszug vom BDA.

gemeinsame Mittagspause zwischen 13.30 Uhr und 14.30 Uhr

17.30 Uhr

Eröffnung der Fotoausstellung „Joyful Architecture“

„Joyful Architecture“ ist das Thema des Europäischen Architekturfotografie-Preises architekturbild 2019 und seiner Ausstellung. Die am Wettbewerb teilnehmenden Fotografen sollten zeigen, dass an Architektur auch andere Erwartungen gestellt werden können als Nutzbarkeit, städtebauliche Einbettung, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Ästhetik. „Darüber, dass Architektur auch Wohlbefinden auslösen, Freude bereiten und Spaß machen kann und darf, wird (viel zu) selten nachgedacht. Wir möchten Beispiele aufspüren, wie Architektur – ob subtil oder plakativ, ob für sich stehend oder im Dialog mit ihrer Umgebung, ob versteckt oder offensichtlich – die gebaute Umwelt und diejenigen, die sich in ihr bewegen, freudvoll mitgestaltet und positiv beeinflusst.“, so lautet der Auslobungstext. Der Europäische Architekturfotografie-Preis architekturbild, der bereits zum 13. Mal verliehen wurde, ist ein international renommierter Preis. Seit 1995 wird er alle zwei Jahre ausgelobt, seit 2003 vom architekturbild e.v., Kooperationspartner sind das Deutsche Architekturmuseum (DAM) und die Bundesstiftung Baukultur. Eine interdisziplinär besetzte Jury wählt bei jedem Wettbewerb, zu dem die Teilnehmer jeweils eine Serie mit vier Bildern einreichen, die 28 besten Bildserien aus. Diese werden dann in einer Wanderausstellung gezeigt und in einem Katalog präsentiert.

Schülerbaustelle „Stadtoase im Schirrhof“

Schülerteams aus Berlin-Brandenburg und Bayern treten zum Konvent der Baukultur 2020 gemeinsam in Aktion und bringen sich in den Diskurs um die Nutzung und Gestaltung öffentlicher Räume ein: Dabei verwandeln Sie den zentralen Platz am Veranstaltungsort Schiffbauergasse in eine "Stadtoase". Die Schülerbaustelle lädt die Gäste des Konvents zum Mitbauen, Diskutieren sowie zum Verweilen auf den entstehenden Sitzmöbeln ein. Beim Basislager der Baukultur wird die Schülerbaustelle zudem in den "Crashkurs: Baukultur vermitteln" einbezogen.

19 Uhr Empfang und Eröffnungsfest

 

Mittwoch, 24. Juni – Tag des Konvents

Areal Schiffbauergasse, 14467 Potsdam 

9.30 Uhr Eröffnung des Konvents

10 Uhr Kandidatenvorstellung und Gremienwahlen

11.30 Uhr Der Baukulturbericht 2020/21 „Öffentliche Räume“

12.30 Uhr Mittagspause

13.30 Uhr Werkstätten zur Diskussion der Handlungsempfehlungen

im Anschluss: Schlaglichter auf die Werkstätten

16 Uhr „Öffentliche Räume international“

16.30 Uhr Wahlergebnis und Fazit

17.15 Uhr Ausklang

 

Konvent der Baukultur

Konvent der Baukultur

Veranstalter
Bundesstiftung Baukultur

23.06.2020 - 24.06.2020

Bundesstiftung Baukultur
Schiffbauergasse 3
14467 Potsdam
Deutschland

Partner
Unterstützer
RINN Den Anfang macht ein guter Stein
VHV Versicherungen
UTB Projektmanagement GmbH
Medienpartner
BauNetz
Bauwelt
DETAIL
Ernst & Sohn
Partner Fachexkursion Baukultur lokal
DBU Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Baukulturinitiative Brandenburg
Handwerkskammer Potsdam
Netzwerk Zukunftsorte
Förderpartner Forum 1
Wüstenrot Stiftung
Partner Forum 3
DBU Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Baukulturinitiative Brandenburg
Partner Forum 4 und Schülerbaustelle
Bundesstiftung Baukultur Förderverein
architektur und schule
Kooperationspartner
architekturbild ev
Bund Deutscher Architekten