Ausstellung

Heike Klussmann – in between

Jörg Hempel

Die Ausstellung widmet sich der Frage, wie neue Materialsysteme und Methoden ihrer Herstellung im Spannungsfeld von Kunst, Architektur und neuen Technologien neu gedacht werden können. Angeknüpft wird hier an den Anspruch des Bauhaus, Gestaltung von Grund auf neu zu denken. Die Stärke künstlerischen Handelns liegt im Spannungsverhältnis zwischen autonomem Vorgehen und einer Auseinandersetzung mit den realen Bedingungen unserer Welt. Gerade in diesem Dazwischen provoziert künstlerische Arbeit neue Fragen und Sichtweisen.

Die Wehrhahn-Linie in Düsseldorf ist das wohl in den letzten Jahren einzige und einzigartige Projekt einer Infrastruktur, die in einer gleichberechtigten Zusammenarbeit von Architekten, Künstlern und Ingenieuren geschaffen wurde. 2011 hatte das Team aus Heike Klussmann und netzwerkarchitekten den Wettbewerb gewonnen, und das seit vor etwas drei Jahren eröffnete Projekt ist eines, das zeigt, wieviel gewonnen werden kann, wenn Künstler von Anfang an einem Projekt beteiligt werden. Heike Klussmann war hierfür von Anfang an die ideale Partnerin. Ihr ist die Autonomie von Kunst, solange sie sich als eine der zweckfreien Ästhetik interpretiert, ohnehin fremd. Sie begreift die Möglichkeiten der Kunst als ein Freiraum des Experiments, der in Materialentwicklung und -forschung, in interdisziplinärer Zusammenarbeit und der Suche nach zeitgemäßem Ausdrucksmedien ausgefüllt werden kann. Gestaltung versteht sich bei ihr als emanzipatorisches Element zur Erkundung der Wirklichkeit, die der Mensch selbst hervorbringt.

Die Aussstellung läuft noch bis zum 7. Juli.

Veranstalter
Architekturgalerie am Weißenhof

22.05.2019

Am Weißenhof 30
70191 Stuttgart
Deutschland