choreographische Stadterweiterung

Fremdgehen

Andrea Keiz

FREMDGEHEN ist eine choreografierte Stadterkundung im One to One Format rund um den Anhalter Bahnhof, im ehemaligen Demonstrationsgebiet 4 der Internationalen Bauaustellung 1986/87. Vier Performer um die Choreographin und Stadtforscherin Sabine Zahn laden die Zuschauer zu einer performativen Bewegung zu zweit in das Erforschungsgebiet ein. 

Der Körper wird zum Mikroskop zur Betrachtung urbaner Realitäten, die im Alltag keine Bedeutung finden. Aktion und Reaktion kleinster körperlicher Formen und Gesten lassen aber auch kurz die Möglichkeit aufblitzen das allein eine präzisere Wahrnehmung die Stadt verändern kann.

Fremdgehen. Mit einem Fremden gehen. Sich anstecken lassen. Neugierig sein. Risiko eingehen. Entdeckungen machen. Spielen. Testen. Die Stadt mit anderen Augen sehen. Das ist der Apell von FREMDGEHEN. 
Es geht um die inneren und äußeren Bewegung des sich Entfremdens, des sich aktiv Fremd-Verhaltens und auf Distanz Gehens zu eigenen Seh- und Bewegungsgewohnheiten, um in Komplizenschaft mit einem unbekannten Weggefährten subtile Verschiebungen des eigenen Blicks durch Bewegung und körperliche Kommunikation zuzulassen. In der Folge entsteht ein Spiel zwischen zwei einander eigentlich fremden Körpern und einer sich wandelnden vielschichtigen Stadtumgebung.

Die Premiere ist am 2.7., weitere Aufführungen finden vom 3.-4.7. und vom 5.-8.8. jeweils um 11 und 13 Uhr statt.

Veranstalter
lovelabours

02.07.2019, 11.00


Anhalter Bahnhof
10963 Berlin
Deutschland