Bauakademieforen in Berlin

Dialogverfahren Bauakademie

Die Bundesstiftung Baukultur wurde Anfang 2017 vom Bundesbauministerium (BMUB) beauftragt, die strukturierende Prozessmoderation für das Dialogverfahren zur Entwicklung eines tragfähigen Nutzungskonzeptes für die Wiedererrichtung der Bauakademie Berlin zu übernehmen und eine technische "Machbarkeitsstudie Bauakademie" zu erarbeiten.

Das ursprünglich nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel von 1832 bis 1836 errichtete Gebäude soll nun nach seiner Zerstörung 1945 und einem ersten Wiederaufbauversuch ab 1953 wiedererrichtet werden. Der Deutsche Bundestag hat dafür im laufenden Bundeshaushalt 62 Millionen Euro bewilligt. In den vergangenen Jahren hat es immer wieder Initiativen für den Wiederaufbau des Gebäudes gegeben, das wegen seiner Konstruktionsweise, seiner Fassaden- und Innengestaltung und ebenso seiner Nutzung weltweit als wegweisend gilt.

In der von der Bundesstiftung Baukultur moderierten Phase Null sollte ein Nutzungskonzept auf Grundlage eines ergebnisoffenen Dialogverfahrens erarbeitet werden.

Drei öffentliche Foren wurden durch die Bundesstiftung Baukultur vorbereitet, ausgewertet und ergebnisorientiert auf ein zukünftiges Nutzungskonzept hin bearbeitet:

  1. Statusforum Bauakademie am 16. Februar 2017
  2. Ideenforum Bauakademie am 22. März 2017
  3. Szenarienforum Bauakademie am 3. Mai 2017

Im Fokus des einführenden Statusforums am 16. Februar 2017 stand die historische Bedeutung der Bauakademie und ihres Architekten. Dabei wurde die Debatte um den Wiederaufbau bis heute erörtert und bereits bestehende Nutzungskonzepte und Anliegen aus dem Projektumfeld mit den Gästen diskutiert. Themen waren zudem die Rahmenbedingungen des Standortes sowie die technische Machbarkeit.

Im Ideenforum am 22. März wurden die hervorgebrachten Impulse aufgegriffen, vielfältige Referenzbeispiele aus dem In- und Ausland betrachtet und weitere Ideen für die zukünftige Nutzung gesammelt und mit Experten und der Öffentlichkeit diskutiert.

Im Szenarienforum am 3. Mai wurden die Nutzungsvorschläge dann hinsichtlich ihrer Machbarkeit und Akzeptanz überprüft und an vier Werkstattrunden mit unterschiedlichen Schwerpunkten mit den Teilnehmern erörtert. An den drei Veranstaltungen haben jeweils 300 Personen ausgiebig diskutiert, zahlreiche Ideen eingebracht und etliche neue Perspektiven eröffnet.

Die nun erarbeitete Machbarkeitsstudie wird dem Bundesbauministerium übergeben. Sie bildet eine Grundlage für den weiteren Prozess.

Weitere Informationen zu den einzelnen Foren wie die Protokolle, Videos und Impressionen finden Sie über die untenstehenden Links.