Baukultur Sommerreise – Station 12
Zwischen Klosteranlage und DDR-Kultur: Die Bedeutung von öffentlichen Orten in ländlichen Räumen
Mit dem barocken Kloster und dem Kulturhaus aus der ehemaligen DDR treffen in Neuzelle zwei sehr unterschiedliche Bauwerke und Geschichtsebenen aufeinander, verbunden durch ihre Bedeutung als öffentliche Orte für Gemeinschaft, Begegnung und kulturelles Leben.
Das 1268 gegründete Kloster Neuzelle zählt mit seinen Barockkirchen, dem Klostergarten und den Kunstschätzen zu den bedeutendsten Barockanlagen Ost- und Norddeutschlands. Die prachtvolle Umgestaltung ab dem 17. Jahrhundert prägt bis heute die besondere Atmosphäre des Ortes. Gleichzeitig steht am Dorfeingang das Kulturhaus Neuzelle als sichtbares Zeugnis der DDR. Einst unter großer gemeinschaftlicher Beteiligung errichtet, war es lange Mittelpunkt des öffentlichen Lebens mit Tanzveranstaltungen, Konzerten, Filmvorführungen und Jugendangeboten.
Gerade im ländlichen Raum wird die Frage nach solchen „Dritten Orten“ immer wichtiger: Orte des Austauschs, der Kultur und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Während das Kloster diese Funktion bis heute erfüllt, steht das Kulturhaus seit Anfang der 2000er-Jahre leer. Welche Bedeutung haben solche Orte heute? Und welche Zukunft können sie für das gemeinschaftliche Leben auf dem Land haben?
Die Veranstaltung verbindet Führungen durch Kloster und Kulturhaus mit einer offenen Gesprächsrunde zu diesen Fragen.
Programm
| 12:00 Uhr | Begrüßung am Kulturhaus Reiner Nagel, Bundesstiftung Baukultur Sven Budach, Bürgermeister Neuzelle Norbert Kannowsky, Geschäftsführer, Stiftung Stift Neuzelle Clara Roth-Wintges, Leiterin Marketing & Kultur, Stiftung Stift Neuzelle |
| 12:10 Uhr | Führung und Austausch Das Kulturhaus Neuzelle als Gemeinschaftswerk Leonie Ederer, Bundesstiftung Baukultur |
| 13:30 Uhr | gemeinsame Ortsbegehung zur Klosteranlage |
| 13:45 Uhr | Mittagsimbiss in der Orangerie Stiftsplatz 8, 15898 Neuzelle |
| 15:00 Uhr | Führung und Austausch Das Kloster Neuzelle als öffentlicher Ort Norbert Kannowsky, Geschäftsführer, Stiftung Stift Neuzelle Clara Roth-Wintges, Leiterin Marketing & Kultur, Stiftung Stift Neuzelle |
| 16:00 Uhr | Resümee und Gespräch Was brauchen öffentliche Orte im ländlichen Raum, um Gemeinschaft zu stärken? Reiner Nagel, Bundesstiftung Baukultur Sven Budach, Bürgermeister Neuzelle Norbert Kannowsky, Geschäftsführer, Stiftung Stift Neuzelle Clara Roth-Wintges, Leiterin Marketing & Kultur, Stiftung Stift Neuzelle Andreas Rieger, Präsident, Brandenburgische Architektenkammer Prof. Heinz Nagler, 1. Vorsitzender, Förderverein Baukultur Brandenburg e.V. Stefan Kunigam und Lutz Schimke, Brandenburgische Ingenieurkammer |
| 16:30 Uhr | Ende der Veranstaltung und Ausklang |