Werksviertel München_Widerspruch und Verdichtung

steidle architekten, Johannes Ernst, und Jühling & Köppel Landschaftsarchitekten, Stefanie Jühling

© Ivana Bilz
https://www.juehling.net/ https://www.steidle-architekten.de/

Stefanie Jühling von Jühling Köppel Landschaftsarchitekten und Johannes Ernst von Steidle Architekten führen durch die Entstehungsgeschichte des Werksviertels in München – Podcast hierzu von der Bundesarchitektenkammer:
https://bak.de/qualitaet-und-baukultur/podcast/erprobung-in-der-praxis/gespraech-mit-johannes-ernst/

steidle architekten  
Wir sind ein Büro, das nicht zuletzt aufgrund seiner eigenen Geschichte immer wieder Brücken zwischen Vergangenem und Kommendem schlägt. Im Sinne der Nachhaltigkeit nehmen wir für unsere Planungen sowohl die Historie eines Ortes, als auch dessen Zukunft in den Blick. 

Die Räume, die wir entwerfen und transformieren, sollen auf den stetigen Wandel unserer Gesellschaft und ihrer Bedürfnisse reagieren können und die Qualität besitzen, im Laufe der Zeit unterschiedlichen Nutzungen zu dienen.

steidle architekten ist ein Büro, das unkonventionelle Lösungen für vermeintlich konventionelle Vorhaben findet und Räume schafft, die gleichermaßen pragmatisch wie emotional ihre eigene soziale Intention erfüllen.

Vielfalt bedeutet bei steidle architekten Komplexität zuzulassen und gleichzeitig nach Einfachheit zu suchen. Diesem Prinzip folgt zum Beispiel unsere städtebauliche Transformation des Werksviertels im Osten Münchens, für die wir mit dem Deutschen Städtebaupreis 2023 ausgezeichnet wurden.  

 

Jühling und Köppel Landschaftsarchitekten
Jeder Ort, den wir gestalten dürfen, hat seine Geschichte, seine Umgebung, seine Nutzer, seine Zukunft. Es geht nicht um Design, sondern um ein stimmiges Ganzes im Einklang mit Ort, Bauwerk und Umwelt.  

Das neue Stadtquartier konzentriert sich auf und um das ehemalige, 1996 aufgegebene Pfanni-Produktionsgelände am Münchener Ostbahnhof. Der Erhalt der Industriebauten und der bereits vorhandenen Nutzungen war für steidle architekten und Jühling und Köppel die Prämisse, unter der das Werksviertel entwickelt wurde. Echte Urbanität ist hier durch die Verdichtung maximaler Widersprüche entstanden. So ist dort heute Altes neben Neuem, Anzug neben Malerkittel, Punk neben Klassik, 5-Sterne- neben Backpackerhotel, Schule neben Großhandel, und Kindergarten neben Club zu finden. 

In der Kombination von Verdichtung und Freiflächen konnten unterschiedlichste Funktionen zusammengeführt werden. Groß- und Einzelhandel, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Wohnen, Bürobauten, Kulturinstitutionen, Veranstaltungs- und Erholungsorte finden sich in unmittelbarer Nachbarschaft und zentraler Stadtlage. Durch eine Reihe von individuellen und teils unkonventionellen Lösungen ist es gelungen, Bestand zu strukturieren und diesen gezielt um neue Nutzungen zu ergänzen. 

Eine durchgängige Sprache im öffentlichen Raum, die ebenfalls aus bereits vorhandenen Potentialen herausentworfen ist verbindet und bereichert auf eigenständige Weise die jeweiligen Bereiche.

Werkvortrag Architektur und Landschaftsarchitektur

Termin

22.04.2026, 19.00 Uhr

Ort

Museum Moderner Kunst
Bräugasse 17
94032 Passau
Deutschland

iCal-Download

Nach oben