3. Baukultur Apéro
Lernende Hände
© Jan Lauridsen
Gute Baukultur braucht gutes Handwerk. Doch wie gelingt es heute, junge Menschen für handwerkliche Berufe zu begeistern und ihnen zugleich hohe gestalterische und baukulturelle Kompetenzen zu vermitteln?
Diesen Fragen widmet sich der dritte Baukultur Apéro der Bundesstiftung Baukultur, zu dem sie gemeinsam mit dem Aedes Metropolitan Laboratory herzlich einlädt. Die Veranstaltung findet am 5. März 2026 ab 18.00 Uhr in Berlin statt.
Im Mittelpunkt stehen innovative Ausbildungs- und Lernmodelle für das Bauhandwerk:
Das Crafts College in Dänemark zeigt, wie durch starke Gemeinschaft, gesellschaftliche Wertschätzung sowie außergewöhnliche Wohn- und Lernorte neue Perspektiven für junge Auszubildende entstehen. An drei Standorten werden hier Handwerk, Gestaltung und Zusammenleben beispielhaft miteinander verbunden.
Ein weiteres Projekt, das handwerkliche Tradition und zukunftsfähige Ausbildung verbindet ist der neue duale Studiengang Bauerhalt und traditionelle Werktechniken an der Hochschule Coburg. Er wurde in Kooperation mit der Universität Bamberg und der Handwerkskammer für Oberfranken entwickelt. In Anlehnung an die Dombauhütten verbindet er handwerkliche Ausbildung mit wissenschaftlichen Methoden und baukulturellem Studium und eröffnet neue Wege für den Erhalt unseres gebauten Erbes und eine neue Umbaukultur.
Im Anschluss lädt ein Apéro mit Getränken und Snacks zum informellen Austausch und zur Vertiefung der Diskussionen ein.
Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch statt.
Der Baukultur-Apéro
Der Apéro ist eine gesellschaftliche Kulturtechnik, um über Veranstaltungsinhalte in den Austausch und ins Gespräch zu kommen. Der Baukultur Apéro möchte diese analoge Technik für gewinnnbringende Erkenntnisse zum qualitätsvollen Planen und Bauen nutzen.
Für die Teilnahme am Apéro ist keine Anmeldung nötig.
Programm
Moderation: Marie Schwarz, Bundesstiftung Baukultur
| ab 18 Uhr | Eintreffen |
| 18.30 Uhr | Begrüßung Dunya Bouchi, Managing Director, Aedes Metropolitan Laboratory, Berlin |
| 18.45 Uhr | Begrüßung und Einleitung, Stand der Arbeiten am Baukulturbericht Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender Bundesstiftung Baukultur |
| 19 Uhr | Impulsvortrag: Crafts Colleges, Dänemark Anne Sophie Madsen, Direktorin, Crafts Colleges, Dänemark |
| 19.20 Uhr | Impulsvortrag: Dualer Studiengang Bauerhalt und traditionelle Werktechniken |
| 19.40 Uhr | Offenes Gespräch Gesprächsleitung: Reiner Nagel |
| 20.00 Uhr | Apéro und Ausklang |
| ca. 22 Uhr | Ende der Veranstaltung |
Dokumentation
Lernende Hände – Baukultur Apéro bei Aedes
Beim dritten Baukultur Apéro in Kooperation mit und bei Aedes wurden innovative Konzepte für die Ausbildung im Bauhandwerk vorgestellt und diskutiert.
Nach einer Begrüßung durch Dunya Bouchi, Partnerin bei Aedes, und einer Einführung in das Thema durch Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur, folgten zwei inspirierende Impulse.
Anne Sophie Madsen, Direktorin der Crafts Colleges Dänemark, stellte die besonderen Wohn- und Bildungsorte für junge Auszubildende im Bauhandwerk vor. Die Mission des Projekts: Durch außergewöhnlich schöne Gebäude Gemeinschaft stiften und Wertschätzung für diese Berufsgruppe zeigen.
Professor Benedikt Buchmüller erklärte, warum Handwerk auch in der akademischen Bildung mehr Beachtung finden sollte und welchen Mehrwert der Austausch von Kompetenzen zwischen den Disziplinen haben kann. Der neue Studiengang „Bauerhalt und traditionelle Werktechniken“ an der Hochschule Coburg wird dies bereits im kommenden Semester in die Praxis umsetzen.
Die engagierte Diskussion und der angeregte Austausch der rund 80 Gäste im Anschluss zeigten die große Relevanz des Themas.