Ausstellung
Kultur erleben – Architektur sehen. Hans Georg Esch sieht den Gasteig HP8
© HGEsch
Ungewohnte Blicke auf Münchens Kulturzentrum: Seit 1989 widmet Hans Georg Esch sich der Herausforderung, die Essenz urbaner Gebäude und ganzer Megastädte fotografisch einzufangen. Er zählt zu den gefragtesten Architekturfotografen weltweit. Schon seit mehreren Jahren begleitet er die Generalsanierung des Gasteig in Haidhausen sowie das Interimsquartier Gasteig HP8 in Sendling.
Zur Jubiläumssaison „40 Jahre Gasteig“ ist eine Auswahl seiner oft überraschenden Ein- und Ausblicke in einer Doppelausstellung im Gasteig und im Gasteig HP8 unter dem Titel „Kultur erleben – Architektur sehen“ zu entdecken. Die Ausstellung ist in der Aspekte Galerie der Münchner Volkshochschule und an der Kunstwand in der Halle E des Gasteig HP8 zu sehen. Die Vernissage findet am 5.2. ab 19:00 Uhr statt.
In mehreren Foto-Shootings hat Hans Georg Esch den Gasteig HP8 von der Eröffnung im Herbst 2021 bis heute immer wieder fotografisch festgehalten: die zum Foyer und zur Bibliothek umgebaute ehemalige Trafohalle ebenso wie die Isarphilharmonie und die anderen Gebäude auf dem Gelände. Die Verbindung von Alt und Neu, von Industriedesign und modernem Konzertsaal ergeben eine spannende Mischung, bei der nicht nur Architekturbüros und Kulturmanager*innen nach Anregungen suchen, sondern die auch für einen Foto-Profi wie Esch viele interessante Motive bietet.
Aufnahmen einzelner Details oder der Überblick aus der Vogelperspektive machen sichtbar, welche zu entdeckende geometrische Vielfalt in vermeintlich nur vertikal und horizontal Gebautem steckt. Materialien, Übergänge und Perspektiven verbinden sich zu Motiven, die fast abstrakt wirken. Die gebauten Funktionalitäten des Gasteig HP8 werden zu Flächen und Formen, zu Farben und oftmals ungesehenen Aspekten der Architektur. Wo man sonst nur schnell von einem Raum zum nächsten geht, entdeckt Esch spannende Ansichten. Wo der Blick normalerweise abschweift, hält der Fotograf einen einzelnen Moment fest. So entstehen Bilder, die den vertrauten Ort ungewohnt und neu erscheinen lassen. Hans Georg Esch sucht nach besonderen Blickwinkeln, Linien, Farben und Flächen. Seine Bilder sind Entdeckungen im eigentlichen Wortsinn – sie offenbaren überraschende Ansichten, die im Alltag gerne „übersehen“ werden.