Forum 4
Wie wohnen? Was bauen?
Konvent der Baukultur, Forum 4
10. Juni 2026
Schinkelhalle, Schiffbauergasse in Potsdam
Wohnen ist eine Gemeinwohlaufgabe. „Jeder Mensch hat das Recht auf angemessenen Wohnraum“, heißt es in der UN-Charta. Aber was ist „angemessen“? Für die UN gehören dazu neben „Bewohnbarkeit“, „Bezahlbarkeit“ und dem „geeigneten Standort“ auch die „kulturelle Angemessenheit“ – z.B. bestimmte Baumaterialien oder Raumaufteilungen. Es geht also weltweit auch um Lebensqualität. In einem wohlhabenden Land wie Deutschland kann „kulturelle Angemessenheit“ auch als Gemeinwohlaufgabe verstanden werden: Nicht „nur“ als Dach über dem Kopf und Daseinsvorsorge, sondern auch als Beitrag zur Gestaltung der Gesellschaft, der Städte und Gemeinden, der Quartiere und Nachbarschaften. Eigentum verpflichtet und Wohnraum trägt zum Ortsbild bei.
Damit verschiebt sich der Fokus von der reinen Bereitstellung von Wohnfläche hin zur Frage: Wie gestalten wir gemeinsam lebenswerte und „kulturell angemessene“ Wohn- und damit auch Stadträume? Welchen Beitrag kann Wohnungsbau zum gesellschaftlichen, städtischen und baukulturellen Gemeinwohl leisten? Welchen Beitrag leisten Planende, Bauherren, Bewohner u.a. Akteure zur „Stadtrendite“? Wie wollen wir wohnen und wie sollen wir bauen? Im Rahmen des Forums stellen wir gute Beispiele vor und gehen mit den Teilnehmenden der Frage nach, was zeichnet „Gutes Wohnen“ aus. Die Ergebnisse der Diskussion werden im Rahmen einer Handlungsempfehlung festgehalten.
Programm
Moderation: Carl Zillich, Geschäftsführer Projektbüro Innenstadt Bremen
| 11 Uhr | Begrüßung Rainer Müller, Projektmitarbeit Baukulturbericht und Dr. Claudia Rudisch, Pressereferentin, Bundesstiftung Baukultur |
| 11.10 Uhr | Impuls: Wie wollen wir wohnen? Bernhard Faller, Bereichsleitung Forum und Öffentlichkeitsarbeit, vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e. V. |
| 11.30 Uhr | Gemeinwohlorientiertes Wohnen: Franklin Village (Mannheim) Jürgen Bartenschlag, Partner und Mitglied der Geschäftsführung Sauerbruch Hutton Dirk Stefan Walliser, Mitglied der Geschäftsführung Innovatio Projektentwicklung |
| 11.50 Uhr | Selbst ist die Gemeinschaft: Collegium Academicum (Heidelberg) Prof. Dr. Hans Drexler, Geschäftsführer Architekturbüro DGJ Margarete Over, Projektgruppe Collegium Academicum |
| 12.10 Uhr | Gesellschaftliche Verantwortung: Regensburger Viertel Armin Behles, Geschäftsführender Gesellschafter Behles & Jochimsen Architekten Wolf Opitsch, Technischer Prokurist Siedlungswerk Nürnberg |
| 12.30 Uhr | Zeit für Rückfragen und Diskussion |
| 12.55 Uhr | Ausblick auf den Nachmittag |
| 13 Uhr | Mittagspause |
| 14.15 Uhr | Eintreffen |
| 14.20 Uhr | Impuls: Standards senken und Gemeinschaften fördern Brigitte Scholz, Amtsleitung Amt für Landesplanung und Stadtentwicklung, Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) |
| 14.35 Uhr | Impuls: Das Quartier als Ort des gesellschaftlichen Zusammenhalts Dr. Oliver Gewand, Referatsleiter Stadtentwicklung, Wohnungsbau und Raumordnung, GdW - Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. |
14.50 Uhr | Gut gealtert? Rückblick auf 40 Jahre Documenta Urbana Dr. Ben Brix, Mitglied der Geschäftsführung Baufrösche Heidrun Hubenthal, Gründungsmitglied Baufrösche |
| 15.10 Uhr | Austausch: Akteure und Rahmenbedingungen Kommunen: Brigitte Scholz, Hamburg Bewohnerperspektive: Bernhard Faller, vhw Bundesverband Projektentwicklung: Johanna Debik, Vorständin Montag Stiftung Urbane Räume Politik: Prof. Dietmar Walberg, Geschäftsführer ARGE e.V. Freier Stuhl für Gast Moderation: Carl Zillich |
| 16.20 Uhr | Zusammenfassung Eike Becker, Geschäftsführender Gesellschafter Eike Becker Architekten |
| 16.30 Uhr | Ende des Forums anschließende Kaffeepause |