Ausstellung

IN WIRKLICHKEIT UNMÖGLICH – ARCHITEKTUREN AUF DER BÜHNE

© Daniel Janik

MODELLE VON JAN PAPPELBAUM 1996 – 2026

Die Ausstellung stellt die Frage nach der Wirklichkeit der gebauten Architektur und ihren veränderten Rahmenbedingungen auf der Bühne als auch nach der sozialen Rolle des Theaters in unserer Gesellschaft. Präsentiert werden Modelle des Bühnenbildners Jan Pappelbaum aus der Zeit zwischen 1996 bis 2026, u.a. für die Aufführungen Hedda Gabler, Hamlet, Nora, Die Möve, Ein Sommernachtstraum, Die Entführung aus dem Serail und Richard III.

Jan Pappelbaum hat Architektur studiert. Die selbst angefertigten Arbeits- und Präsentationsmodelle im Maßstab M 1:10 bis M 1:50 sind für ihn unverzichtbare Werkzeuge im Prozess der Entwicklung von Ideen und Mittel der Kommunikation mit allen Beteiligten an einer Inszenierung. Zentrale Themen seiner Arbeit sind die Auflösung der Grenzen, Reduktion und Veränderbarkeit. Prägend für das Werk Pappelbaums ist auch die Arbeit am Objekt – als Gegenteil zum Kabinett. Darin zeigt sich der Wunsch, dass alles, was auf der Bühne steht und Bühne ist, Spielmittel sein soll. So können seine Objektbühnen ganz klein sein, dennoch erlauben sie den Zuschauern einen sehr guten Blick von allen Plätzen aus.

Pappelbaum begann seine Arbeit als Bühnenbildner 1994. Unter anderem feste Zusammenarbeit mit Robert Schuster und Tom Kühnel am Schauspiel Frankfurt, ab 1999 als Ausstattungsleiter am TAT in Frankfurt/Main. Mit Thomas Ostermeier verbindet ihn seit 1994 eine kontinuierliche Zusammenarbeit: erst an der Baracke des Deutschen Theaters Berlin, die er zu einer Experimentierbühne umbaute, dann ab 2000 als Ausstattungsleiter der Schaubühne. Dort arbeitete er zudem auch mit Falk Richter, Tom Kühnel und Marius von Mayenburg zusammen. Weitere Arbeiten in Amsterdam, Avignon, Boston, Bremen, Dresden, Istanbul, Lausanne, Moskau, New York, Salzburg, Stuttgart, Tallin, Weimar, Wien. Außerdem Ausstellungsarchitekturen in Frankfurt/Main und Dresden, Workshops und Einzelausstellungen seiner Bühnenbilder in Oslo und Krakau. Freie Arbeiten in London, New York und aktuell Boston. Lucille Lortel Awards 2025.

Die Ausstellung wird kuratiert von Jens Brinkmann und Roland Duda.

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 10 – 15 Uhr und nach Vereinbarung
 

Ausstellung

Termin

04.06.2026 – 10.07.2026

Ort

BDA Galerie
Mommsenstraße 64
10629 Berlin
Deutschland

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