Vernissage
Die gestalterische Kraft von Lehm – Das Lebenswerk von Carl Giskes
© Egon Hanfstingl
Carl Giskes hat mit seiner Firma Terrafino international Naturbau-Geschichte geschrieben. Von Duisburg über Marrakech bis Seoul gibt es kaum ein aussergewöhnliches Lehm-Projekt, an dem der in Amsterdam lebende Künstler, Handwerker und Erfinder nicht beteiligt war.
Dabei scheint das Leben von Carl Giskes selbst wie aus einer Geschichte gesprungen. In den 1970er Jahren machte sich der Pionier des natürlich Bauens auf eine siebenjährige Wanderung durch den afrikanischen Kontinent. Dort lernte er die ihn überwältigende "Stadt aus Lehm" Djenné in Mali kennen, in deren Lehmhäusern er einige Jahre lebte.
1977 reiste er zurück nach Deutschland, um als Schüler des Künstlers Joseph Beuys zu arbeiten. Seine Begegnung mit dem Lehm in Afrika ließ ihn jedoch nicht los. Mit seiner Firma Terrafino machte er sich auf, die besten Materialien der Erde wieder in die Innenräume zu bringen und Umgebungen zu schaffen, die ästhetisch ansprechend, gesund und nachhaltig zugleich sind. Wie schön “gesund” sein kann, davon können sich Gäste des Lehmmuseums nun selbst überzeugen.
Die diesjährige Sonderschau ist dem Lebenswerk von Naturbau-Pionier Carl Giskes gewidmet. Ab 19 Uhr eröffnet Giskes selbst mit einem Vortrag samt anschließendem Rundgang die Ausstellung. Der Eintritt ist frei, um Spenden für das ehrenamtlich geführt Lehmmuseum wird gebeten.