Ausstellung

Boltshauser Architects – Radikale Materialität

In der installativen Ausstellung BOLTSHAUSER ARCHITECTS – RADIKALE MATERIALITÄT zeigt sich der vielfältige und innovative Einsatz von Lehm in ihrer Architektur, von der Aufbereitung des Materials über die künstlerische und forschende Annäherung bis hin zum fertigen Bauwerk.

Seit Ende der 1990er Jahre setzen sich Boltshauser Architekten für die Etablierung des Baustoffs Lehm als lokale und klimaneutrale Ressource ein, haben daraus eine Vielzahl von Bauten realisiert und mit innovativen Anwendungen Pionierarbeit geleistet.

Heute loten sie das Potential des Lehms in hybrider, dafür breiterer Verwendung in Kombination mit anderen Baustoffen aus und treiben damit seine Skalierbarkeit voran. Im Labor der Professur von Roger Boltshauser an der ETH Zürich werden empirische Erfahrungen aus der Praxis wissenschaftlich unterlegt, Forschungsergebnisse fließen zurück in die Entwicklung von Prototypen in der Praxis. Diese Rückkopplung aus Lehre, direktem Ausprobieren, begleitender wissenschaftlicher Analyse und der Bereitschaft, das neu erworbene Wissen wieder in Umlauf zu bringen, sind entscheidend dafür, Lehm als zeitgemäßen Baustoff zu etablieren, der neben seinen ökologischen Vorteilen auch heutige Anforderungen an Sicherheit und Langlebigkeit erfüllt.

Das Material dabei im Labor, im Mock-Up, in der Werkstatt, im Stampfen von Elementen oder auf der Baustelle immer wieder auf die Probe zu stellen, ist Teil der Arbeitsweise von Boltshauser Architekten. Dieses komplexe Wechselspiel zwischen Konstruktionswissen aus Erfahrung, dem Erforschen einer eigenständigen Architektursprache und im Umkehrschluss gestalterischen Fragen, die wiederum an die Wissenschaft herangetragen werden, prägen ihre Architektur, die Balance zwischen Research und Baupraxis ist dem zeitgenössisch-archaischen, unverwechselbaren Ausdruck der Bauten immanent. Im Zentrum steht dabei immer die Frage, wie aus all dem Architektur entsteht, die dauerhaft ist. Denn für Boltshauser Architekten ist Dauerhaftigkeit der wichtigste Nachhaltigkeitsfaktor – Schönheit, Atmosphäre, das sinnliche Erleben und die tiefe Wertschätzung der Nutzer*innen sind ihre Garanten.

Vernissage am 13. November 2025 um 19 Uhr
Begrüßung:
Kristina Bacht, ArchitekturSalon Hamburg
Beiträge:
Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg
Prof. Roger Boltshauser, Gründer Boltshauser Architects und Professor für Architektur und Regenerative Materialien, ETH Zürich
Im Anschluss Snacks und Getränke, Besichtigung der Ausstellung

Finissage am 15. Januar 2026 um 19 Uhr
mit Vortrag von Roger Boltshauser und weiteren Gästen

Anmeldung Vernissage & Finissage

Ausstellung

Termin

14.11.2025 – 15.01.2026

Ort

AIT-ArchitekturSalon Hamburg
Bei den Mühren 70
20457 Hamburg
Deutschland

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