Strukturwandel in der Lausitz?

46. Brandenburger Regionalgespräch

Heimann und Schwantes für die Bundesstiftung Baukultur

Die Kohlekommission hat mit ihren Beschlüssen einen Fahrplan für den Kohleausstieg bis 2038 und Strukturhilfen für die betroffenen Regionen vorgelegt. Für den Strukturwandel der Lausitz müssen daher in den kommenden Jahren neue Ideen entstehen und umgesetzt werden. Sie reichen von Industrie- und Managementlösungen für die Energiewende, über eine Verbesserung der Infrastruktur bis hin zu neuen Standorten für Wissenschaft und Forschung. Die Lausitz wird damit zu einem Kristallisationsort für das Gelingen von verstärktem Klimaschutz, wirtschaftlichem Strukturwandel und der damit verbundenen Hoffnung einer gelingenden und nachhaltigen Energiewende. Dennoch kommt es hinsichtlich der Gestaltung zukünftiger Arbeitsplätze, der Umsetzung neuer Ideen und eigener passfähiger Alternativen zu Irritationen und Konflikten. Für damit befasste Akteure in Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft stellt der Strukturwandel in der Lausitz hohe Anforderungen an eine selbstbewusste Steuerung der Transformation dar. Bedeutsam ist eine Innovationspolitik, die regionale Stärken, Identitäten, Potenziale und nicht zuletzt die Zukunftsvorstellungen von Bewohner/-innen einbezieht. Hier möchte das gastgebende Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung mit dem 46. Brandenburger Regionalgespräch eine Brücke bauen und Raum für den Austausch von regionsinternen sowie externen Lernerfahrungen bieten. 

 

14:00 Begrüßung

Dr. Felix Claus Müller
Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) Wissenschaftskommunikation

14:05 Statements

Prof. Dr. Oliver Ibert
Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) Forschungsabteilung Dynamiken von Wirtschaftsräumen
Denkanstöße für einen eigenständigen Strukturwandel in der Lausitz

Dr. Ludger Gailing
Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) Forschungsabteilung Institutionenwandel und regionale Gemeinschaftsgüter
Lernerfahrungen für die Lausitz? Alte und neue Energieräume im Rheinland und in Großbritannien

Diskussion

15:00 Kaffeepause & Netzwerken

15:30 Statements

Prof. Dr. Stefan Zundel
Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Allgemeine VWL mit dem Schwerpunkt Energie- und Umweltökonomik
Politisch getriebener Strukturwandel in einem peripheren Raum – ausgewählte Thesen

Daniel Häfner
Freie Universität Berlin, Forschungszentrum für Umweltpolitik (FFU); Lausitzer Institut für strategische Beratung GmbH (i.G.)
Was kommt nach der Kohle? Wie wollen wir in der Lausitz leben?

Axel Kruschat
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Geschäftsführer Landesverband Brandenburg
Hemmnisse des Strukturwandels in der Lausitz durch unrealistische Tagebauplanung

Diskussion

16:45 Zusammenfassung und Ausblick

Prof. Dr. Oliver Ibert & Dr. Ludger Gailing

17:00 Ende

Moderation: Dr. Felix Claus Müller

Veranstalter
Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung

22.05.2019, 14.00


Flakenstraße 29–31
15537 Erkner
Deutschland