Organe
Beirat (TESTVERSION)
Der Beirat der Bundesstiftung Baukultur besteht aus insgesamt 20 Mitgliedern unterschiedlicher Fachrichtungen, die sich auf dem Gebiet der Baukultur hervortun. Die Mitglieder des Beirats werden vom Stiftungsrat ernannt. Drei Viertel der Mitglieder ernennt der Stiftungsrat auf Vorschlag des Konvents der Baukultur. Der Beirat berät den Stiftungsrat und den Vorstand bei der Planung und Durchführung seiner Aufgaben.
Vom Konvent der Baukultur 2026 gewählte und vom Stiftungsrat berufene Mitglieder (in alphabetischer Reihenfolge):
Leon Beck
Vorstand architects for future e.V.
Berlin
Leon Beck studierte Architektur an der ETH Zürich und engagiert sich für eine umfassende Bauwende. Bereits zu Studienzeiten initiierte er die Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit. Er ist Vorstandsvorsitzender von Architects for Future sowie Mitgründer der Anti-Abriss-Allianz für Umbaukultur. Der Schwerpunkt seines Engagements liegt auf einer neuen Baukultur, die facettenreichen Bestand wertschätzt und den Erhalt fördert. Mit Projekten wie dem Abriss-Atlas setzt er sich für eine veränderte Debatte zum Abrissgeschehen in Deutschland ein und in seiner politischen Arbeit für veränderte Rahmenbedingungen, um eine zukunftsfähige Weiterentwicklung der gebauten Umwelt zu ermöglichen. Als Initiator des Projekts Kommunaler Zukunftshaushalt fokussiert er dabei insbesondere auf die finanziellen Rahmenbedingungen vor Ort.
Eike Becker
Architekt
Berlin
Eike Becker studierte Architektur in Aachen, Stuttgart und Paris. 1999 gründete er zusammen mit Helge Schmidt das Büro Eike Becker_Architekten, das für superferente Architektur steht. Zu ihren realisierten Gebäuden zählen die neue FAZ-Verlagszentrale in Frankfurt, der Spreeturm und das genossenschaftliche Hochhaus-Ensemble TLW in Berlin. Eike Becker_Architekten wurden mit dem Deutschen Immobilienpreis 2024 für das Projekt ROCKYWOOD ausgezeichnet. Eike Becker ist Mitglied des Beirats der Bundesstiftung Baukultur und des Gestaltungsrates der Stadt Kiel. Er schreibt eine regelmäßige Kolumne in der Zeitschrift „Immobilienwirtschaft".
Dr. Ernst Böhm
Gründungsgesellschafter der B&O Gruppe
Bad Aibling
Dr. Ernst Böhm war nach Jurastudium und Wehrdienst zunächst als Anwalt sowie im internationalen Projektgeschäft tätig. 1993 übernahm er die Geschäftsführung der Münchner Dachdeckerei Bihler und Oberneder; 2003 erwarb er die Anteilsmehrheit. Mit der Gründung der B&O Service AG im Jahr 2004 legte er den Grundstein für die B&O Gruppe, einem heute wichtigen Partner der deutschen Wohnungswirtschaft für den Bau und die ganzheitliche Servicierung von bezahlbarem Wohnraum. 2024 übergab Dr. Böhm die Führung des Unternehmens mit 2.500 Mitarbeitenden und einer Jahresleistung von rund 600 Mio. Euro an seinen Sohn Andreas. Seither dient er B&O und anderen Organisationen als Beirat und Berater. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Weiterentwicklung des B&O Bau ForschungsQuartiers in Bad Aibling als Modellprojekt zeitgemäßer und nachhaltiger Stadtentwicklung.
Johanna Debik
Vorständin der Montag Stiftung für Urbane Räume
Bonn
Johanna Debik hat an der Universität Kassel Architektur und Städtebau studiert, dort im Bereich Stadt- und Regionalsoziologie geforscht und war anschließend als Projektentwicklerin in der Immobilienwirtschaft tätig. Heute ist sie gemeinsam mit Dr. Robert Winterhager im Vorstand der Montag Stiftung Urbane Räume tätig. Die Stiftung setzt Stadtteilprojekte nach dem Initialkapital-Prinzip um. Dabei entwickelt sie nicht nur Immobilien, sondern stärkt gezielt Gemeinschaften, Chancen und Möglichkeitsräume in Stadtquartieren.
Frank Engelbrecht
Pastor
Hamburg
Frank Engelbrecht, in Hamburg geboren, studierte Theologie in Hamburg, London und Kopenhagen. Nach einem Jahr zum christlich-jüdischen Dialog in Jerusalem (1994) war er Pastor in der Bugenhagen-Schule der Evangelischen Stiftung Alsterdorf und anschließend in Kopenhagen in der Deutschen Gemeinde und in der Dänischen Volkskirche. 2003 bis 2023 engagierte er sich als Pastor der Hauptkirche St. Katharinen in Hamburg für den Gemeinde- und Gemeinwesenaufbau in der Hamburger Innenstadt und der entstehenden HafenCity mit dem Aufbau zahlreicher Netzwerke und Initiativen wie „Altstadt für Alle e.V.“ und die Gründung der Genossenschaft Gröninger Hof zur Umwandlung eines Parkhauses zum Wohnhaus. 2016 nahm er an einer Master Class im Büro von Jan Gehl teil. Seit 2023 ist er Pastor in der Kirchengemeinde Blankenese.
Doris Grondke
Stadtbaurätin
Kiel
Doris Grondke absolvierte eine Ausbildung zur Krankenschwester. Parallel zu einer 12-jährigen Tätigkeit als Intensivkrankenschwester an der Medizinischen Hochschule in Hannover hat sie 1999 das Studium der Architektur an der TU Braunschweig und TU Hannover abgeschlossen. Berufliche Stationen waren seither die Büros BAS in Hannover und Kassel sowie ppp architekten und stadtplaner in Lübeck und Hamburg. Von 2012 bis 2017 hat Doris Grondke das Dezernat für Stadtentwicklung und Bauen in Buchholz in der Nordheide geführt. Seit Sommer 2017 ist sie als Stadträtin für Stadtentwicklung und Bauen in der Landeshauptstadt Kiel verantwortlich. Doris Grondke ist Mitglied im Deutschen Städtetag Bau- und Verkehrsausschuss, im Städteverband Schleswig-Holstein, in der Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein sowie im Interreg Ausschuss Deutschland-Danmark als Vertreterin der Landeshauptstadt Kiel. Des Weiteren ist sie Vorständin des Vereins Baukultur Kiel e.V. sowie in diversen Aufsichtsräten.
Hilmar von Lojewski
Beigeordneter, Deutscher Städtetag
Berlin
Hilmar von Lojewski ist seit 2012 Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wohnen und Verkehr für den Städtetag Nordrhein-Westfalen und den Deutschen Städtetag. Er studierte bis 1988 Raumplanung sowie Stadt- und Regionalplanung in Dortmund und Ankara, war bis 1991 Städtebaureferendar in Frankfurt/Main, arbeitete als freier Planer in Dortmund und bis 1994 für die GTZ als Planungsberater in Kathmandu, Nepal. Bis 2000 wirkte er als Abteilungsleiter im Stadtplanungsamt Dresden. In der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin war er für die Abteilungen Städtebau und Projekte und Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens zuständig. Von 2007 bis 2010 arbeitete er für die deutsche Entwicklungszusammenar-beit im Programm für Nachhaltige Stadtentwicklung in Syrien. Seit den 1990er Jahren nimmt Hilmar von Lojewski Lehraufträge an der TU Dresden, Universität Stuttgart, TU Berlin und MIT Boston wahr. Seit 2024 ist er Honorarprofessor an der BTU Cottbus.
Daniel Luchterhandt
Stadtplaner und Geschäftsführer
Hamburg
Daniel Luchterhandt ist freier Stadtplaner und Partner im büro luchterhandt und partner – Kaiser Luchterhandt Senger Stadtplanung und Landschaftsarchitektur PartGmbB mit Sitz in Hamburg. Seit der Bürogründung im Jahr 2006 (bis 2021 als Einzelunternehmen geführt) arbeitet er an der Schnittstelle von Stadtplanung/Städtebau und Grundstücks- und Programmentwicklung, von Vergabeverfahren/Wettbewerben und Mitwirkungsprozessen. Nach seinem Raumplanungsstudium an der Universität Dortmund war er für private Planungsbüros, als wiss. Mitarbeiter an der TU Hamburg-Harburg, der FH Hannover, der HCU Hamburg und die Stadtentwicklungsbehörde in Hamburg sowie als Gastkritiker an der Architekturuniversität in St. Petersburg tätig. Er ist im Vorstand des BDA Hamburg sowie der DASL Landesgruppe Nord.
Claudia Meixner
Architektin
Frankfurt a. M.
Claudia Meixner ist Architektin und Gründungspartnerin im Büro MEIXNER SCHLÜTER WENDT in Frankfurt am Main. Das Büro realisiert Projekte unterschiedlichster Maßstäbe und Typologien, von Rauminstallationen bis zu Hochhäusern und städtebaulichen Entwicklungen. Allen Projekten liegt ein konzeptueller Ansatz zu Grunde, der jedes Projekt aus den vorgefundenen Ressourcen unterschiedlichster Art entwickelt. Für Ihre Arbeiten erhielt das Büro nationale und internationale Preise und Auszeichnungen, wie z.B. beim World Architecture Festival oder International Architecture Award. Ihre Arbeiten wurden zahlreich publiziert und ausgestellt, wie z.B. bei der Biennale in Venedig 2004, 2006 und 2012.
Claudia Meixner erhielt den Preis der Villa Massimo. Sie lehrte als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU-Darmstadt und als Gastprofessorin am KIT in Karlsruhe. Sie ist Mitglied verschiedener Fachbeiräte wie dem Beirat der Bundesstiftung Baukultur und der Stiftung Städelschule für Baukultur.
Barbara Pampe
Vorständin der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft
Bonn
Dipl.-Ing. M. Eng. Architektin Barbara Pampe ist seit 2019 gemeinsam mit Dr. Meike Kricke Vorständin der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft. Nach einem Studium in Bordeaux, Weimar und Delft arbeitete sie in verschiedenen Architekturbüros und gründete 2011 gemeinsam mit Dr. Vittoria Capresi „baladilab“. Im Bereich Schulbau forschte und lehrte sie am Institut für Öffentliche Bauten und Entwerfen der Universität Stuttgart bei Professor Arno Lederer. 2011 bis 2014 hatte sie eine Professur für Entwerfen und Gebäudelehre an der German University in Cairo inne. Parallel zu ihrer Tätigkeit in den Montag Stiftungen engagiert sie sich in der Lehre im In- und Ausland, als Fachpreisrichterin bei Wettbewerben und ist Mitglied des Landesbeirat Schulbau in Berlin und der Stiftung Baukultur Thüringen.
Alexander Pötzsch
Vorstandsvorsitzender des BDA
Dresden
Alexander Pötzsch wurde 1976 in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) geboren und studierte Architektur an der TU Dresden und der KTH Stockholm. Seit seinem Diplom im Jahr 2003 arbeitet er als Architekt in allen Leistungsphasen. Nach seiner Tätigkeit als Geschäftsführer zweier Dresdner Architekturbüros gründete er 2015 ALEXANDER POETZSCH ARCHITEKTUREN. Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagiert er sich ehrenamtlich für die Vermittlung von Architektur und Baukultur. Seit September 2025 ist er Präsident des BDA.
Bernd Rubelt
Baubeigeordneter
Potsdam
Bernd Rubelt ist seit Mai 2017 Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt der Landeshauptstadt Potsdam, seit 2019 auch für Wirtschaft. Er studierte Städtebau und Regionalplanung an der FH Dortmund und Real Estate Management an der TU Berlin. Darüber hinaus absolvierte er ein umweltwissenschaftliches Studium (FernUni Hagen). Von 2001 an war Bernd Rubelt in verschiedenen öffentlichen Verwaltungen und in unterschiedlichen Aufgabenbereichen beschäftigt. Von 2011 bis 2017 war er Fachbereichsleiter Bauen der Verwaltungsgemeinschaft Eutin-Süsel, ab 2013 nebenamtlicher Geschäftsführer der Landesgartenschau Eutin 2016 gGmbH. Er ist Mitglied der Brandenburger Architektenkammer, im SRL e.V. und der DASL. Im Dezember 2024 wurde er für weitere acht Jahre als Beigeordneter wiedergewählt.
Prof. Amandus Samsøe Sattler
Präsident der DGNB
Berlin
Amandus Samsøe Sattler ist Architekt mit Diplom TU München, Mitinhaber im ensømble Studio Architektur in Berlin und Gründer von Allmann Sattler Wappner Architekten. Er hält eine Professur für Architektur und Stadt an der IU Internationale Hochschule. Im Ehrenamt ist er Präsident der Deutschen Gesellschaft nachhaltiges Bauen DGNB e.V., zudem Mitglied im Vorstand des Fördervereins Bundesstiftung Baukultur, Teil der interdisziplinären Arbeitsgruppe ‚Anders Bauen für Klimaschutz‘, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, im Werkbund und im Gesamtvorstand DG-Kunstraum. Als Fotograf gestaltet er ein künstlerisches Werk. Er verfasst Publikationen, Vorträge und ist in Preisgerichten und Gestaltungsbeiräten tätig, aktuell Vorsitz im Gestaltungsbeirat der Landeshauptstadt Mainz.
Dr. Anne Schmedding
Beauftragte des Vorstands, Stiftung Berliner Leben
Berlin
Kunst- und Architekturhistorikerin. Seit 2020 Beauftragte des Vorstands bei Berliner Leben – einer Stiftung der Gewobag (strategische kulturelle und soziale Quartiersentwicklung). 2013-2019 Bundesstiftung Baukultur, zunächst freie Mitarbeiterin, ab 2017 stellv. Vorstandsvorsitzende. 2011-2023 mit Dr. Constanze von Marlin Schmedding.vonMarlin. (Forschung der jüngeren Architektur- und Kunstgeschichte). Zuvor u.a. wissenschaftliche Mitarbeiterin für Architekturtheorie und -geschichte an der TU Braunschweig, Redakteurin der Zeitschrift Daidalos, Beirat Zentrum für Baukultur Sachsen sowie zahlreiche Veröffentlichungen zu Architektur und Kunst. Seit 2017 außerordentliches Mitglied des BDA und im Vorstand des Fördervereins der Bundesstiftung Baukultur.
Stefan Wulff
Bauunternehmer
Hamburg
Stefan Wulff, in Hamburg geboren, ist geschäftsführender Gesellschafter von OTTO WULFF. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann und einem anschließenden Architekturstudium begann er seine berufliche Laufbahn bei der Held & Francke Baugesellschaft mbH. 1995 wechselte er zur OTTO WULFF Bauunternehmung, die er seit dem Jahr 2000 als geschäftsführender Gesellschafter leitet. Unter seiner Führung entwickelte sich das Unternehmen zu einem bedeutenden Akteur im norddeutschen Bau- und Immobiliensektor. Stefan Wulff steht dabei insbesondere für eine innovationsorientierte Wachstumsstrategie und eine wertebasierte Unternehmensphilosophie.