Baukulturbericht 2026/27
Inhalt
Wenn wir die Zukunft meistern wollen, müssen wir sie aktiv gestalten – durch zielgerichtete Zusammenarbeit und eine hochwertige Gestaltung der gebauten Umwelt. Sie trägt dazu bei, dass Menschen sich gesehen und wertgeschätzt fühlen, ermöglicht Begegnung und Teilhabe und stärkt damit demokratische Werte. Wenn Orte vielschichtig und funktional durchdacht werden, können ihre räumlichen, sozialen und atmosphärischen Potenziale aufleben. Das wirkt sich positiv auf Gesundheit, Sicherheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit aus. Baukultur ist damit zentral für eine lebenswerte und zukunftsfähige Gesellschaft.
Gestalten – Die Ausgangslage
Seit jeher formen und verändern Menschen ihre gebaute Umwelt – angetrieben und beeinflusst von gesellschaftlichen, technischen und ästhetischen Vorstellungen. So entstanden in Planung, Kunst und Wissenschaft eine Vielzahl von Leitbildern, Gestaltungs- und Ordnungsprinzipien, die den Städtebau und die Architektur bis heute prägen. Während rechtliche Vorgaben, Normen und Standards zunehmend Einfluss auf Planung und Gestaltung nehmen, wächst zugleich das Bewusstsein, Baukultur als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu begreifen und auch auf übergeordneter Ebene stärker zu verankern.
Gestalten – Die Fokusthemen
Gestalten heißt, Verantwortung zu übernehmen – für die Räume, in denen wir leben, arbeiten und uns begegnen. Die gebaute Umwelt prägt unser Wohlbefinden und unser Zusammenleben, sie ist Ausdruck gesellschaftlicher Werte und Grundlage für Lebensqualität. Wie wir planen, bauen und umbauen entscheidet über Klimaresilienz, soziale Teilhabe und kulturelle Identität. Dafür brauchen wir zielführende Prozesse, die Qualität, Vielfalt und Nachhaltigkeit verbinden. Gute Gestaltung entsteht im Zusammenspiel vieler: Politik und Verwaltung, Planung und Handwerk, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Baukultur ist gemeinsames Anliegen, kooperative Aufgabe und Schlüssel für eine lebenswerte Zukunft.