Europäischer Architekturfotografie-Preis 2017

Baukultur im Bild

Der Europäische Architekturfotografie-Preis architekturbild wird alle zwei Jahre zu einem bestimmten Thema ausgelobt. Seit 2003 ist der Auslober der gemeinnützige Verein architekturbild e.V., der seit 2008 mit dem Deutschen Architekturmuseum DAM, Frankfurt am Main, und seit 2016 mit der Bundesstiftung Baukultur, Potsdam/Berlin, kooperiert. Die Fotografien der Preisträger und der 25 weiteren bestplatzierten Teilnehmer werden ausgestellt, außerdem online und in einem hochwertigen Katalog dokumentiert.

Der architekturbild e.V. hat den Europäischen Architekturfotografie-Preis 2017 zum Thema „Grenzen | Borders“ ausgelobt. Es geht es um die fotografisch-künstlerische Auseinandersetzung mit der gebauten Umwelt: Ob im Sinne von öffnen oder von schließen, von ein- oder ausgrenzen, ob als Definition geografischer oder (stadt-)räumlicher Areale, das bleibt den teilnehmenden Fotografinnen und Fotografen überlassen. „Grenzen“, so beschreibt es der Auslobungstext, „sind physisch präsent und eindeutig lesbar oder subtil spürbar, werden als schützend oder abschreckend wahrgenommen. Im Kontext des Europäischen Architekturfotografie-Preises 2017 fokussieren wir dabei keinesfalls negative Interpretationen des Begriffs; in erster Linie geht es um die gebaute Umwelt und die fotografisch-künstlerische Auseinandersetzung mit ihr.“

Die Jury für 2017 setzte sich aus den folgenden Personen zusammen:

  • Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur, Potsdam/Berlin
  • Peter Cachola Schmal, Direktor des Deutschen Architekturmuseums DAM, Frankfurt
  • Christina Gräwe, Vorsitzende des architekturbild e.v., Berlin/München
  • Dirk Brömmel, Fotograf, Wiesbaden
  • Celina Lunsford, Künstlerische Leiterin Fotografie Forum Frankfurt
  • Ingo Taubhorn, Fotograf, Kurator Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg
  • Jörg Winde, Fotograf, Professur Fotografie, Fachhochschule Dortmund 

Die Jury unter Vorsitz von Celina Lunsford zeichnete die Bildserie »Arrival« von Andreas Gehrke, welche provisorische Flüchtlingsunterkünfte in Berlin dokumentiert, mit dem ersten Preis aus. Durch den Wechsel zwischen Schwarz-Weiß- und Farbfotografie verweist er jeweils auf Situationen der Vergangenheit bzw. Gegenwart.

Drei weitere gleichwertige Preise gingen an die Fotografen Matthias Jung, Daniel Poller und Wilhelm Schünemann. Mit einer Auszeichnung wurden die Bildserien von Dr. Andreas Beck, Martin Dziuba, Philippe Grollier, Wolfram Janzer und Sally-Ann Norman gewürdigt. Anerkennungen gingen an Anja Bohnhof, Judith Buss, Florian Fäth, Jonas Fischer, Andreas Fragel, Torsten Andreas Hoffmann, Shimizu Ken, Quintin Lake, Alexander Mai und Mikula Platz, Philipp Meuser, Daniel Müller-Jansen, Filippo Poli, Gregor Sailer, Martin Sigmund, Martin Steinkellner, Rainer Viertlböck und Kai Wiedenhöfer. Insgesamt hatten 133 Fotografinnen und Fotografen unter anderem aus Japan, den USA, Kanada, Irland, Großbritannien, Estland, Österreich und der Schweiz Arbeiten eingereicht. 

Die Preisverleihung fand am 5. Mai 2017 bei der Eröffnung der Ausstellung des Europäischen Architekturfotografie-Preises architekturbild 2017 »Grenzen | Borders« im Deutschen Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt am Main statt.

Weitere Stationen der Ausstellung werden Gelsenkirchen (13.10-18.11.2017) und Stuttgart (30.11.2017-10.02.2018) sein. Weitere Informationen folgen in Kürze. 


Partner
Deutsches Architekturmuseum
Architekturbild e.V.