Kalenderwoche 23 | 08.06.2018

Presseschau zur Baukultur

Seit Januar 2018 bieten wir Ihnen an dieser Stelle eine wöchentliche Presseschau rund um Baukultur und verwandte Themenfelder. Ältere Ausgaben der Presseschau finden sie hier.

 

Bundesstiftung Baukultur

Urbane Transformationsprozesse im Fokus
Vergangenen Monat jährte sich die Tagung „Urbanität – Theorie und die aktuelle Praxis“ am Karlsruher Institut für Technologie zum 15. Mal. Der Vorsitzende der Bundesstiftung Baukultur Reiner Nagel beschäftigte sich in seinem Vortrag vor allem mit dem Einfluss der „Yes in my backyard“- Initiative auf die Stadtentwicklung, berichtet die deutsche Bauzeitung.
Deutsche Bauzeitung (05.06.2018)
 

Flächenverbrauch

Vier Hektar Land werden in Sachsen täglich zugebaut
Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung in Dresden berechnet, dass Sachsen täglich 4,3 Hektar neu für Siedlungs- und Verkehrsfläche in Anspruch nimmt und so weit hinter seinen selbstgesteckten Zielen zurückbleibt, ist in der Sächsischen Zeitung zu lesen. Demnach will sich die sächsische Landesregierung in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn der Revitalisierung brachliegender Flächen zuwenden, um die Bilanz mit renaturierten Flächen wieder anzugleichen.
Sächsische Zeitung (04.06.2018)

Der Flächenverbrauch geht weiter
Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung rechnet der Landkreis Fürstenfeldbruck mit einer Zunahme der Bevölkerung von über zehn Prozent bis ins Jahr 2026. Um den Zustrom zu bewältigen ohne dabei gleichzeitig die Flächenversieglung weiter voranzutreiben, fordert die BUND-Vorsitzende Eugine Scherb gegenüber der Zeitung kompakte, mehrstöckige und ökologisch nachhaltige Gebäude und mehr Augenmaß beim Ausweisen neuer Gewerbeflächen.
Süddeutsche Zeitung (03.06.2018)
 

Stadtentwicklung & Wohnen

Grünen-Chef fordert zentrales Immobilienregister
Um das Spekulationstreiben auf dem Wohnungsmarkt einzudämmen, fordert Grünen Chef Robert Habek in der Süddeutschen Zeitung ein zentrales Wohnungsregister. Wohnungen seien „kein Spekulationsobjekt, sie sind unsere Heimat" und die Bekämpfung der Wohnungsnot sei zentrale Aufgabe der Politik, begründet Habek seine Vorschläge in der Zeitung.
Süddeutsche Zeitung (04.06.2018)

Warum Berlin das Schicksal von Popcorn droht
In seinem Kommentar macht sich Werner van Bebber sorgenvolle Gedanken über die künftige Entwicklung der Hauptstadt. Ihre ungebrochene Anziehungskraft bringe erhebliche Wachstumsschmerzen mit sich, die in Form einer überlasteten Infrastruktur und rasant steigender Mieten für die Bevölkerung immer spürbarer werden.
Der Tagesspiegel (02.06.2018)
 

Debatte

Diskussion um die Verschärfung der Mietpreisbremse
Nach Spiegel-Informationen plant Justizministerin Katarina Barley eine Verschärfung der Mietpreisbremse. Ihrem Entwurf nach sollen die Auskunftspflichten der Vermieter deutlich umfangreicher und gleichzeitig die Umlage von Modernisierungskosten auf die Mieter beschränkt werden (05.06.2016). Der Präsident des Spitzenverbandes der Immobilienwirtschaft ZIA Andreas Mattner nennt die Verschärfungen „reine Augenwischerei“: Diese seien „Modernisierungsblocker“ und würde den Wohnungssuchenden nicht weiterhelfen, so Mattner gegenüber der Immobilien Zeitung (05.06.2018). Reiner Wild vom Mieterverein Berlin gehen die angedachten Änderungen dagegen nicht weit genug, wie im Interview mit der Tageszeitung zu lesen ist: Aus Mietersicht sei das neue Gesetz mangelhaft und nicht hinreichend um die gesteckten Ziele zu erreichen (06.06.2018).
 

Baukultur Allgemein

„Schönheit ist kein Begriff des Denkmalschutzes
Architekturkritiker Gerhard Matzig spricht im SZ-Interview mit dem Professor und Architekten Andreas Hild über den Umgang mit dem baukulturellen Erbe der Nachkriegsmoderne. Für ihn gehe es um den Erhalt von Geschichtszeugnissen: „Denkmalpflege ist nicht gleichbedeutend mit Stadtbildpflege“, so Hild gegenüber der Zeitung.
Süddeutsche Zeitung (04.06.2018)

Fürs Hier und Heute - und für morgen
„Für mich ist dieses immer neue Ausweisen von Baugebieten auch ein Ausdruck dafür, dass die verantwortlichen Politiker unbedingt Konflikte vermeiden wollen“, äußert Architekt Wolfgang Rossbauer im Redaktionsgespräch mit Denkmalschützer Reinhold Niedermeier, das sich auf die Suche nach Maßnahmen gegen das Aussterbenden von Ortskernen begibt.
Mittalbayrische Zeitung (04.06.2018)

Die Fahrradstadt braucht andere Infrastruktur
 „Wer morgens um 7.00 Uhr am Stuttgarter Autobahnkreuz im Stau steht, wird schnell begreifen, dass sich die Stadt- und Mobilitätsplanungen jahrzehntelang systematisch in diese Situation hineinmanövriert haben“, so Markus Neppl im Interview mit dem 3sat-Wirtschaftsmagazin makro. Der Professor für Stadtquartiersplanung und Entwerfen am KIT in Karlsruhe hält „Bike and Ride“ für ein Modell um dem Verkehrsproblem beizukommen.
Makro, 3sat (05.06.2018)

 

Alle Links zuletzt geprüft am 08. Juni 2018, 15:00 Uhr. 

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