Presseinformation 06.05.2019

Kooperationsvereinbarung Baukulturinitiative Brandenburg unterzeichnet

Von links nach rechts: Christian Keller (Präsident der Brandenburgischen Architektenkammer), Bauministerin Kathrin Schneider (Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg), Matthias Krebs (Präsident der Brandenburgischen Ingenieurkammer) und Reiner Nagel (Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur).

Bauministerin Kathrin Schneider und die Präsidenten der Brandenburgischen Architektenkammer und der Brandenburgischen Ingenieurkammer, Christian Keller und Matthias Krebs haben heute die Kooperationsvereinbarung „Baukulturinitiative Brandenburg“ unterzeichnet. Das Land Brandenburg und die beiden Kammern wollen sich gemeinsam für die Stärkung der Baukultur einsetzen. Die Bundesstiftung Baukultur unterstützt die Baukulturinitiative Brandenburg in der Startphase inhaltlich und organisatorisch.

Bauministerin Kathrin Schneider: „Mit der Baukulturinitiative Brandenburg wollen wir unsere Kräfte bündeln und gleichzeitig die Kooperation mit der Bundesstiftung Baukultur verstärken. Die Kultusminister der Europäischen Union haben sich im Januar 2018 auf die Erklärung von Davos verständigt. Dabei geht es darum, in allen Regionen gemeinsam Orte zu gestalten, in denen wir gut und gerne leben und das kulturelle Erbe bewahren wollen. Das funktioniert natürlich nur, wenn alle Akteure mitmachen. Baukultur umfasst dabei den gesamten Baubestand sowie die Planung und Gestaltung von Neubauten, Infrastrukturen, öffentlichem Raum und Landschaft. Ich danke den beiden Kammern für diese gemeinsame Initiative, mit der wir die seit vielen Jahren bestehende gute Zusammenarbeit weiter ausbauen.“

Christian Keller, Präsident der Brandenburgischen Architektenkammer: „Baukultur ist Beteiligungskultur. Die heute unterzeichnete Kooperationsvereinbarung ist für Brandenburg ein Meilenstein auf dem Weg zu einem neuen Verhältnis von Politik und Zivilgesellschaft. Weil Bauen Zukunft gestaltet, engagieren sich die Brandenburgischen Architekten für einen Dialog auf Augenhöhe.“

Matthias Krebs, Präsident der Brandenburgischen Ingenieurkammer: „Das Verständnis von Baukultur geht für uns Ingenieure über die gestalteten Oberflächen hinaus in die Tiefe. Was steckt hinter den Fassaden, was befindet sich im Boden, in der Luft, im Wasser? Welche Auswirkungen haben technische Lösungen auf den Menschen und wie organisieren wir ein gleichberechtigtes Arbeiten der Berufsgruppen.“

Die Kooperationspartner vereinbaren, das Projekt „Baukulturinitiative Brandenburg“ gemeinsam für einen Zeitraum von zunächst fünf Jahren in enger fachlicher Abstimmung zu betreiben. Wesentlicher Inhalt des Projekts ist es, die Arbeit des Netzwerks Baukultur Brandenburg zu unterstützen. Darüber hinaus soll die Baukulturinitiative die Vermittlung des Themas Baukultur gegenüber der Öffentlichkeit stärken und weiterentwickeln. Die Baukulturinitiative soll Veranstaltungen, Projekte und Vorhaben in Brandenburg durchführen, Netzwerke knüpfen sowie Handlungsempfehlungen erarbeiten, um das Thema Baukultur in der Planung und beim Bauen besser zu verankern.

Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur: „Die neue Baukulturinitiative ist ein wichtiges Zeichen für die Baukultur in Brandenburg und ein Glücksfall für die Bundesstiftung: Durch die Verstärkung auf regionaler und lokaler Ebene können die Anliegen der Baukultur noch zielgerichteter und persönlicher in die Netzwerke der Bauschaffenden und in die Politik wirken. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit und wünschen der Initiative viel positive Resonanz.“

„Brandenburg geht mit der neuen Initiative in Sachen Baukultur voraus. Bundesweit ist es die erste derartige institutionalisierte Zusammenarbeit des Fachministeriums mit den beiden Bauberufskammern. Damit wollen wir auch neue Akzente in der Baukulturdiskussion setzen“, sagte Ministerin Schneider bei der Unterzeichnung.

Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung unterstützt die „Baukulturinitiative Brandenburg“ zunächst in der Startphase bis Ende 2020 mit knapp 75.000 Euro.