Baukulturbericht 2020/21

Öffentliche Räume

Seit Beginn der 2000-er Jahre zeichnet sich ein gesellschaftlicher Wandel ab, für den die Bezeichnung „digitales Zeitalter“ nur eine wolkige Überschrift ist. Wir stehen vor einem Wandel in der Mobilität, der räumlich zu gestalten und nicht abzuwarten ist. Ähnlich sieht es aus mit einer zukunftsorientierten Bodenpolitik, einer klugen Innenentwicklung oder der Anpassungen der gebauten Umwelt an den Klimawandel. Alle diese Fragen führen zum Thema des nächsten Baukulturberichts 2020/21 „Öffentliche Räume“.

Der Plural ist bewusst gewählt, denn je nach gesellschaftlicher oder fachlicher Perspektive sind mit öffentlichen Räumen unterschiedliche Anforderungen oder Sichtweisen verbunden. Das beginnt mit der individuellen Nutzung der gebauten Umwelt und geht bis zum raumbildenden Städtebau, zur Freiraumplanung, technischen Infrastruktur, immobilienwirtschaftlichen Standortentwicklung oder öffentlichen Sicherheit. Öffentliche Räume sind der physische Rahmen für ein gelingendes soziales Leben. Und Baukultur ist diejenige Bedeutungs- und Handlungsebene, die alle Aktivitäten zur Gestaltung öffentlicher Räume miteinander verbindet.

Der Baukulturbericht 2020/21 „Öffentliche Räume“ wird wie die drei Vorgängerberichte wieder einen allgemeinen Teil zur aktuellen Lage der Baukultur in Deutschland beinhalten und soll im Frühjahr 2020 dem Bundeskabinett vorgelegt und im Bundestag debattiert werden. Neben guten Beispielen werden wie in den Vorgängerberichten Handlungsempfehlungen für Kommunen, Politik und Bauschaffende aller Disziplinen formuliert werden. Bei den öffentlichen Baukulturwerkstätten 2019 besteht die Möglichkeit zur Mitwirkung im Arbeitsprozess für alle Interessierten.