Editorial

In alter Frische

In alter Frische zu erstrahlen scheint heutzutage nicht mehr erstrebenswert zu sein. Die Vorstellungen von der Zukunft wachsen dagegen über unsere Möglichkeiten hinaus. Autonomes Fahren, Künstliche Intelligenz und Digitale Gesellschaft lassen als Begriffe die Vorstellung einer futuristischen Umwelt entstehen, in der alles neu und anders ist. Dabei schaffen wir es noch nicht mal unsere Hausaufgaben zu machen und die Gebäude, Infrastrukturen und öffentlichen Räume, die wir uns bereits angeschafft haben, zu pflegen und zu unterhalten. Im Ergebnis sitzen wir in verspäteten Zügen, weil die Signaltechnik defekt ist oder fahren einstreifig über Brücken, deren Lastreserven aufgebraucht sind.

Auf dem Konvent der Baukultur wurde deutlich, dass gerade im wertschätzenden Umgang mit dem Bestand, mit dessen Erneuerung und aktivem Umbau eine machbare Option gegeben ist, Zukunft gut zu gestalten. Baukultur ist so gesehen Teil der Lösung, mit der wir auf die vielfältigen Herausforderungen des gesellschaftlichen Wandels reagieren können. 

Ich wünsche Ihnen am Ende dieses aufregenden Jahres eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Jahreswechsel. Wir sehen uns wieder im neuen Jahr, in alter Frische.

 

Herzlich

Ihr Reiner Nagel

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Wir danken den Mitgliedern des Fördervereins Bundesstiftung Baukultur e.V. und freuen uns über weitere Unterstützer. Falls Sie noch nicht dabei sind, sind Sie willkommen:  Mitglied werden

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Stimmen für Baukultur: "Baukultur sorgt für qualitätsvollen Lebensraum und ist damit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die immer komplexeren Herausforderungen an unsere gebaute Umwelt erfordern fachübergreifendes, vernetztes Kommunizieren und Handeln aus unterschiedlichen Blickwinkeln.Als Architektin und Stadtplanerin ist es mir ein großes Anliegen, die Bundesstiftung Baukultur darin zu unterstützen."

Karin Loosen, LRW Architekten, Hamburg