Wir bauen auf Sie!
2026 wird die Bundesstiftung Baukultur 20 Jahre alt. Sie ging aus der Initiative Architektur und Baukultur hervor, die sich vor 25 Jahren mit dem Ziel gründete, Baukultur gesellschaftlich zu verankern. Die Jubiläen nehmen wir zum Anlass, um für eine Mitgliedschaft im Förderverein der Bundesstiftung Baukultur zu werben: Aus dem Zahlenspiel der Jubiläen heraus haben wir uns vorgenommen, 2526 Mitglieder mit Ende des kommenden Jahres zu erreichen.
Mit derzeit 1.800 Mitgliedern ist der Förderverein Baukultur e.V. das größte und wichtigste interdisziplinäre bundesweite Fachnetzwerk für das Planen und Bauen. Unsere Mitglieder kommen aus Ingenieurbau und Architektur, Innen- und Landschaftsarchitektur, Stadt- und Regionalplanung, Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, Initiativen und Stiftungen, Kammern und Verbänden, Städten und Gemeinden, Forschung und Lehre sowie von Herstellern und aus Unternehmen.
Mit mehr als 260.000 € konnte der Verein die Bundesstiftung im vergangenen Jahr finanziell fördern, insbesondere den wichtigen Bereich der baukulturellen Bildung. So konnten wir das „Schulbuch Baukultur“ entwickeln, das mittlerweile an vielen Schulen bundesweit zum Einsatz kommt und das neue Mitglieder übrigens als Willkommensgeschenk erhalten.
Wir befinden uns heute an einem ähnlichen Wendepunkt wie die Baukultur vor 25 Jahren: Nach den Umbrüchen der Wiedervereinigung war die erste große Phase der baulichen Anpassung in Ostdeutschland um das Jahr 2000 abgeschlossen. Doch vielerorts hinterließen überhastete Sanierungen und Investorenprojekte Spuren, die Fragen nach Qualität, Kontextbezug und Identität aufwarfen. Die Diskussion um Baukultur nahm daher an Intensität zu: Qualität und Nachhaltigkeit des Bauens rückten verstärkt ins öffentliche und politische Interesse. Dies mündete in die Initiative Architektur und Baukultur und führte schließlich zur Gründung der Bundesstiftung Baukultur per Gesetz.
Heute prägen Begriffe wie erleichtertes Bauen und Umbaukultur den baukulturellen Diskurs. Wir sind mittendrin in den unausweichlichen Anpassungen unserer gebauten Umwelt an die Klimakrise. Gefordert wird zunehmend die Transformation der Bauprozesse, von der Planung bis zur Nutzung, vom Rohstoff bis zum Recycling. Besser bauen bedeutet auch Umdenken: Interdisziplinarität, der Blick über den Tellerrand, eine Zusammenarbeit mit gemeinsamer Vision sind mehr denn je gefordert, um wirtschaftlichen, ökologischen, sozialen und gestalterischen Ansprüchen gerecht zu werden.
Für die aktuellen Herausforderungen bietet die Handlungsebene Baukultur Lösungen. Wo es um Geschwindigkeit geht, liegt in baulicher Qualität ein gemeinsames Zielbild. Gerade jetzt müssen wir mit deutlich vernehmbarer Stimme und Beharrlichkeit die Maßstäbe guten Planens und Bauens vertreten, um eine wirklich nachhaltig lebenswerte gebaute Umwelt zu gestalten.
Dafür brauchen wir Sie! Beruflich setzen Sie sich bereits täglich für mehr Baukultur ein. Als Mitglied des Fördervereins Baukultur wirken Sie gemeinsam mit vielen Engagierten und der Bundesstiftung Baukultur als Sprachrohr in die Gesellschaft und die Fachwelt hinein. Wir wollen für ein breites gemeinsames Engagement, ein demokratisches Miteinander im interdisziplinären Austausch und eine qualitätvolle Umwelt werben.
Werden auch Sie gerade jetzt Mitglied im Förderverein oder, auch das eine beliebte Kulturtechnik, verschenken Sie eine Mitgliedschaft!
Herzlich, Ihr Reiner Nagel