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Gemeinsam für Baukultur: Eindrücke vom Marktplatz der Initiativen 2026

Besuchende auf dem Marktplatz der Initiativen © TILL BUDDE

Wer gestaltet Baukultur? Welchen Beitrag leisten Baukulturinitiativen? Auf dem Marktplatz der Initiativen kamen im Rahmen des Konvents der Baukultur am 10. und 11. Juni 2026 engagierte Baukulturakteurinnen und -akteure aus ganz Deutschland in der Schiffbauergasse in Potsdam zusammen. Von regionalen Projekten und Mitmachformaten über landesweite Netzwerke bis hin zu Publikationen und Bildungsangeboten zeigte sich die beeindruckende Bandbreite. Die jeweils von den Baukulturinitiativen gestalteten Marktplatzkisten stellten die Initiativen vor, luden zum Stöbern, Nachfragen und zu Gesprächen ein.

Besonders vielfältig präsentierte sich das diesjährige Engagement. So machte der Ingenieurbaukunst e.V. mit seinem digitalen Museum längst verschwundene Architektur mit Virtual-Reality-Brillen wieder erlebbar und eröffnete neue Perspektiven auf das gebaute Erbe. Das architekturforum allgäu e.V. stellte das „AllgäuerBauCultur ABC“ vor, ein neues Lernkartensystem, welches Kinder und Jugendliche für Architektur und ihre gebaute Umgebung sensibilisieren soll. Andere Baukulturinitiativen brachten Ausstellungen, Publikationen, Bildungsangebote oder Beteiligungsformate mit und zeigten, wie Baukultur Menschen aller Generationen erreichen kann.

Espresso am Marktplatz: Vier Initiativen stellen sich vor

Ein besonderes Format war der „Espresso am Marktplatz“. In kurzen Vorstellungsrunden präsentierten vier Initiativen – die Stiftung Baukultur Thüringen, LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, das ArchitekturForum Lübeck e.V. und das architekturforum allgäu e.V. – ihre Arbeit und gaben Einblicke in ihre Strukturen, Herausforderungen und Erfolgsmodelle. 

Ziel war es, voneinander zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und übertragbare Formate sichtbar zu machen. Im Mittelpunkt standen die Fragen: Wie gelingt wirksame Baukulturarbeit vor Ort? Welche Formate funktionieren? Und wie können gute Ideen übertragen werden?

Was braucht die Baukulturarbeit der Zukunft?

Neben den Präsentationen standen die Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Initiativen im Mittelpunkt. Im Gespräch und auf Postkarten hielten die Teilnehmenden fest, was notwendig ist, um ihre Arbeit auf die nächste Stufe zu heben.

Dabei wurde deutlich, was sich viele Initiativen wünschen:

  • eine größere Reichweite und gesellschaftliche Wirksamkeit,
  • eine intensivere Vernetzung und Zusammenarbeit
  • mehr Sichtbarkeit von Baukultur in Schulen, Hochschulen und in der Öffentlichkeit,
  • verlässliche finanzielle Förderung und Strukturen
  • und eine stärkere politische Unterstützung. 

Dem Wunsch nach regelmäßigeren Netzwerktreffen wird mit der Vorbereitung eines Austauschformats im Jahr 2027 sowie in Vorbereitung des Konvents der Baukultur 2028 Rechnung getragen. Dort sollen Fragen zu regionaler Wirksamkeit, erfolgreichen Formaten, Finanzierung und organisatorischen Strukturen vertiefend diskutiert werden.

Baukultur lebt vom Engagement Vieler

Angeregt durch die vielfältigen Beiträge und Formate entwickelte sich ein lebendiger Austausch zwischen Initiativen, Gästen und politischen Vertreterinnen und Vertretern. Dabei wurde klar: Das Interesse an Baukultur als gesellschaftlichem Thema wächst. Gleichzeitig braucht es auch künftig engagierte Menschen und starke Netzwerke, damit Baukultur sichtbar und wirksam ist. 

Der Marktplatz der Initiativen hat gezeigt, wie vielfältig das bundesweite Netzwerk der Baukulturakteurinnen und -akteure ist – voller Energie, Kreativität und Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Die Kultur der Teilhabe wächst weiter, getragen von zahlreichen Initiativen und ihrem unermüdlichen Einsatz für Baukultur und Demokratie.

Wir danken allen Baukulturinitiativen, die den Marktplatz mitgestaltet haben und freuen uns auf die kommenden gemeinsamen Formate. Für den nächsten Marktplatz der Initiativen im Rahmen des Konvents der Baukultur 2028 sind neue und bekannte Initiativen herzlich willkommen.

Interessierte können Kontakt aufnehmen unter: marktplatz[at]foerderverein-baukultur[dot]de

Impressionen vom Marktplatz der Initiativen 2026

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