Der große Plan

Baukultur-Kinderbuch

Die Stadt ist ein wichtiger Lebens-, Erlebnis- und Erfahrungsraum für Kinder. Mit dem Büchlein "Der große Plan" lädt die Bundesstiftung Baukultur Kinder zwischen drei und sechs Jahren ein, ihre tägliche Umgebung genauer zu betrachten, zu erzählen, was sie sehen, was neu und anders ist, was sie stört oder was sie sich vielleicht in ihrer Stadt wünschen. Dabei soll das Büchlein kein Stadtentwicklungs-Leitfaden für Kinder sein, sondern auf spielerische Art und Weise verdeutlichen, wie viele Menschen an der Gestaltung unserer gebauten Umwelt beteiligt sind. Die kleinen Leserinnen und Leser können sehen, welche unterschiedlichen Anforderungen und Bedürfnisse Menschen an ihren Lebensraum haben – und eine Idee davon entwickeln, dass das Planen und Bauen, das Umbauen und Verändern der Stadt ein Prozess ist, der eigentlich niemals endet. Insofern kann "Der große Plan" dazu animieren, die gebaute Umwelt nicht als gegebenes Szenario sondern als gestaltbaren Möglichkeitsraum zu sehen – als Ort für eigenes Leben und Abenteuer. Das Buch kann als Lese- und Vorlesebuch eingesetzt werden.

Die Konzeption und organisatorische Betreuung des Projekts übernahm super cetera. Die Berliner Agentur entwickelt Formate, Projekte und Perspektiven mit dem Ziel der Förderung von Kunst, Kultur und Bildung.

Die Geschichte zu unserem Büchlein "Der große Plan" hat sich Kinderbuchautor Werner Holzwarth aus Frankfurt ausgedacht. Ihn kennen die meisten sicherlich als Erfinder "Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat". Für unsere Geschichte hat sich Herr Holzwarth an den alten Kinderreim "Es war einmal ein Mann, der hatte einen Schwamm" erinnert und ihn umgedichtet. So beginnt unser Büchlein mit den Worten "Es war einmal ein Mann, der hatte einen Plan". Natürlich könnte der Mann genauso gut eine Frau sein – aber dann würde es sich ja nicht mehr reimen!

Die farbenfrohen Zeichnungen stammen von Illustratorin Sabine Kranz aus Frankfurt. Ihre Bilder sind ebenso von französischen Comics inspiriert wie von den Mustern und Farben der Schürzen und Röcke ihrer Oma. Die Begeisterung für das Space Age und Design der fünfziger und sechziger Jahre spiegelt sich in ihren Illustrationen wider, einer Mixtur aus klaren Linien, Farben und Figuren von heute, die Lebensfreude verströmen.

Über den Entstehungsprozess des Büchleins und ihre Arbeitsweise sprechen die beiden im Podcast, den Sie hier hören können. Und in der Fotogalerie zeigen wir, wie "Der große Plan" gedruckt wurde.