Basislager der Baukultur

Forum 1: Prinzip vs. Kompromiss – Baukultur als Planspiel

Die Bundesstiftung Baukultur nutzt das Format des Konvents seit 2014 verstärkt, um das Bewusstsein für Baukultur in der Ausbildung zu stärken und die Sensibilität für verschiedene Akteure und deren Perspektiven sowie das Einüben der „Phase Null“ zu fördern. Wesentlich dafür ist der fachliche und interdisziplinäre Austausch in der Lehre sowie unter den Studierenden und auch Auszubildenden selbst. Das Planspiel, an dem sechs Hochschulen bundesweit beteiligt sind, verhandelt ein sehr reales Dilemma der Stadtentwicklung anhand eines scheinbar fiktiven Szenarios. „Prinzip vs. Kompromiss – Wie weiter mit den Freiräumen der Nachkriegsmoderne?“ könnte in vielen Städten spielen und befasst sich mit übergeordneten Entscheidungsprozessen und Standards in der Stadtentwicklung sowie dem Umgang mit dem gebauten Erbe – also mit lebendiger Baukultur.

Programmablauf

Das Planspiel findet in einem Parcours über verschiedene Stationen und mehrere Spielrunden statt. Spielablauf und Stationen simulieren einen Verhandlungs- und Beteiligungsprozess, eine öffentliche, gesellschaftliche und fachliche Auseinandersetzung über ein Stadtentwicklungsvorhaben, aus einer ganzheitlichen, baukulturellen Perspektive.

Der Spielaufbau ist eine Art parlamentarische Situation, in der die Teilnehmenden in den Rollen unterschiedlicher Stakeholder ihre Haltungen vertreten und in Interessensgruppen ihre Anliegen formulieren. Anträge werden in eine Versammlung – dem Plenum – eingebracht und zur Abstimmung gestellt. Begleitet wird der Prozess von einem „Presse-Corps“, aus Teilnehmenden und externe Experten.

Der Spielablauf besteht aus mehreren, sich wiederholenden Spielrunden, mit unterschiedlichen Ergebnissen, die sich zusammensetzen aus:
a) Diskussion in Interessensgruppen: Beschluss von Anträgen, Werben um Unterstützung, Meinungsposts, Video-Statements
b) Plenum - alle Teilnehmenden: Einbringen von Anträgen, Experten-Hearings, Abstimmung
                           
Experten:
Dieter Blome, TU Darmstadt, Prof. Dr. Karsten Tichelmann, TU Darmstadt, Dirk Peissl, TU Berlin, Prof. Dr. Michael Prytula, FH Potsdam, Prof. Alexandra Martini, FH Potsdam, Ulla Luther, Staatsrätin a.D., Prof. Dr. Stephanie Hennecke, Universität Kassel, Johanna Bohnenkamp, Universität Kassel, Prof. Daniel Schönle, Universität Stuttgart, Isabelle Willnauer, Universität Stuttgart, Prof. Dr. Tilman Harlander, Universität Stuttgart, Prof. Dr. Arnold Bartetzky, Universität Leipzig, Prof. Dr. Thomas Topfstedt, Universität Leipzig, Dr. Paul Sigel, TU Dresden

 

11 Uhr s.t. Beginn des Forums

11.15–11.30 Uhr Vorbereitung Spielaufbau

Begrüßung und Briefing
Lisa Kreft, Bundesstiftung Baukultur
Robert K. Huber, zukunftsgeraeusche GbR
    
11.30–12.45 Uhr Spielrunde 1 (Bildung der Interessen-Gruppen) und Plenum 1

12.45–13.30 Uhr Spielrunde 2

13.30–14.30 Uhr Mittagspause

14.30–15.30 Uhr Spielrunde 2 (Fortsetzung) und Plenum 2

15.30–16.30 Uhr Spielrunde 3 und Plenum 3

Im Anschluss: Debriefing

17 Uhr Ende des Forums


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