Neugestaltung der autogerechten Stadt, Pforzheim

Städtebau und Partizipation

Pforzheim leidet bis heute unter der autogerechten Stadt. Und Pforzheim gibt es fast überall, mal mehr, mal weniger. Die Reparatur der autogerechten Stadt dient urbanen Qualitäten – daran arbeitet die Stadt. Die Schlossberg-Auffahrt ist nur ein Beispiel. Sie dominiert den Schlossberg, die Keimzelle der Stadt, und stört den topografisch, historisch und kulturell sensiblen Bereich; sie ist ein Fremdkörper im Stadtgrundriss. Über die Schlossberg-Auffahrt fahren täglich ca. 13.500 Kfz, davon 150 Busse des ÖPNV.
Die Stadt setzt einen weiter gefassten Innenstadtring um, hielt aber bisher an der Schlossberg-Auffahrt als Teil des Parkrings fest. In einem Werkstattverfahren 2012 wurde sie grundsätzlich in Frage gestellt. Die Aufgabe der Straße führt zu höheren Verkehrsbelastungen auf dem Innenstadtring und zu längeren Wegen für den ÖPNV. Die Zusatzbelastungen sind beherrschbar. Die längeren Linienwege führten zu Diskussionen seitens des ÖPNV, obwohl sie die Erschließung der Innenstadt verbessern. Planerischer Ansatz, politischer Wille, Beteiligung von Interessensgruppen und die enormen städtebaulichen Chancen führten zum Erfolg – ein Mut machendes Beispiel auch für andere Städte.

Fertigstellung von Investitionen abhängig, nicht vor 2016
Planungszeitraum 2012 (erste Ansätze), 2014 (Gemeinderatsbeschluss)
Auftraggeber Stadt Pforzheim
Architekt / Planer

Stadt Pforzheim (Stadtplanung, Tiefbauamt); Professor Hartmut Topp mit Planungsbüro R+T 

Planungsbeteiligte RKW Düsseldorf und KK | Christoph Kohl Architekten Berlin (Städtebau; Rahmenplan)
Nutzungen
Infrastruktur
Stadtplanung