Stadthaus in Modularbauweise

Schwörerhaus Case Study #1

Ein innovatives Stadthaus: Urban, intelligent, flexibel und kostengünstig
Das Konzept des Gebäudes basiert auf der Suche nach neuen Perspektiven für den urbanen Wohnungsbau im 21. Jahrhundert und gibt Antworten auf den Bedarf kostengünstige Wohntypen für innerstädtische Orte zu realisieren, indem vorfabrizierte Herstellungssysteme weiterentwickelt werden. Das Projekt bietet ein anspruchsvolles innerstädtisches Fertighaussystem als Alternative zum suburbanen Wohnen an. Es geht um die Neuinterpretation des Fertighauses als Stadthaus, das eine innovative Bauweise im Mehrgeschosswohnungsbau mit niedrigen Gesamtbaukosten und anspruchsvollen Nachhaltigkeitsaspekten verbindet.

Dieser Bautyp Stadthaus ist musterartig in Wilhelmsburg für die IBA realisiert, wird aber auch für andere Kontexte konzipiert und entwickelt, wie zum Beispiel Baulücken in verdichteten Stadtgeweben. Hier kann der Bautyp Teil einer Reihenhaus- oder Blockrandbebauung sein oder er steht frei als Mehrfamilienhaus. Das Projekt hat einen hohen Pilotcharakter, mit dem Ziel, als Musterhaus für die IBA in Wilhelmsburg, ein extrem breites Spektrum an gestalterischen, räumlichen, technischen und kompositiven Lösungen zu zeigen, die auch in völlig unterschiedlichen Kontexten und unter völlig unterschiedlichen Bedingungen realisiert werden können. Das neue Baukastensystem ermöglicht eine industrielle Serienproduktion eines multitalentierten Moduls, das nach Bedarf unzaählige Realisierungsvarianten ermöglicht.

Das Loft als Wohnraum
Das Grundprinzip des Stadthauses basiert auf 45 m großen, quadratischen Wohnmodulen. Sie bestehen aus industriell vorfabrizierten Elementen wie Spannbeton-Hohldecken, Stahlbeton-Fertigteilwänden, sowie Holztafelbau und konzentrieren sich um einen Schacht, in dem sich haustechnische Installationen befinden und der sozusagen als Anker für die Nassräume wirkt.

Die Innenräume der Module sind klar strukturiert, minimal gestaltet und extrem flexibel. Durch horizontale und vertikale Kombination entstehen unterschiedliche Grundrisse, die eine individuelle Aufteilung ermöglichen. Sie können geschossübergreifend sein und durch nachträglich setzbare Trennwände, Schiebeelemente oder Möbel an veränderte Bedürfnisse der Nutzer angepasst werden. Außerdem sind diese Räume für eine flexible Durchmischung von Wohnen und Arbeiten besonders geeignet.

Dieses Projekt wurde im Rahmen der Baukulturwerkstatt "Wohnungsbau der Zukunft" in Iphofen diskutiert.

Fertigstellung 2013
Planungszeitraum 2009/10–2012
Auftraggeber Initiator: IBA Hamburg
Architekt / Planer

Fusi & Ammann Architekten

Baukosten brutto KG 300-400: 1.630,00 €
Nutzungen
Wohnen
Freiraum
Planungskultur