Flussbad, Berlin

Schwimmen vor der Museumsinsel

Ziel des Projekts Flussbad ist die dauerhafte Umwandlung eines seit über 100 Jahren ungenutzten 1,5 km langen Flussabschnitts in der historischen Mitte Berlins. Der bisher als Kanal gefasste Flusslauf wird im unteren Abschnitt über zwei breite Ufertreppen am Lustgarten und am Schlossplatz als Raum öffentlich zugänglich gemacht. Die gestalterischen Veränderungen in diesem städtebaulich sensiblen Bereich, der teilweise zum Unesco-Weltkulturerbe „Museumsinsel“ gehört, sind auf ein Minimum beschränkt.
Inmitten des historischen Umfelds entsteht in dem ehemaligen Kanal ein neuer Ort zum Sitzen, Schauen und Entspannen. Und zum Schwimmen. Tatsächlich bilden diese Treppen den Zugang zu einem natürlichen Schwimmbecken von 745 Metern Länge, denn das Flusswasser, das diesen Teil des Flussarms durchfließt, hat die Qualität eines Badegewässers. Eine funktionale Umkleideanlage mit Schließfächern, die den praktischen Bedürfnissen des Badebetriebs dient, ist unsichtbar in das ungenutzte Untergeschoss des ehemaligen Kaiserdenkmals integriert.

Fertigstellung Unrealisiert
Architekt / Planer

Man Made Land, Berlin (Anna Lundquist & Christian Bohne, Landscape Design); Ingenieurgesellschaft Prof. Dr. Sieker, Hoppegarten (Heiko Sieker, Hydraulic Engineering)

Planungsbeteiligte Tim Edler, Jan Edler, Denise Dih, Kai Dolata, Erik Levander, Wolfgang Metschan, Daniel Mock, Carmen Reina (Projektteam)
Nutzungen
Kultur
Infrastruktur