Wohnen und Arbeiten in städtischem Umfeld

Oderberger Straße 56, Berlin

Das Wohn- und Atelierhaus in der Oderberger Straße 56 ist ein von Architekten initiiertes Projekt, das die Potentiale städtischer Dichte und Mischung erforscht und als Baugruppenprojekt realisiert wurde. Auf der Grundstücksfläche von nur 315 qm wird ein maximales Raumangebot für Gewerbe, Experimentraum, Ateliers, Wohnungen und Gemeinschaftsräume geschaffen.
Für das differenzierte Raumprogramm wurde eine komplexe Raumstruktur entwickelt, die durch räumliches Ineinandergreifen, wechselnde Raumhöhen, Kleinteiligkeit und Kombinierbarkeit bestimmt ist. Ziel ist es, das Zusammenspiel von Wohnen und Arbeiten neu zu organisieren und den Benutzern vielfältige Möglichkeiten der Vernetzung nach innen wie nach außen zu bieten. Damit tritt das Gebäude in direkten Bezug zu seinem städtischen Umfeld, wodurch lokale Strukturen gestärkt werden und sich neue nachhaltige Lebens- und Arbeitsformen herausbilden können.
Innovativer Ansatz ist die vielfältige Nutzungsmischung, flexible Kombination von Wohnen und Arbeiten, teilbare Wohneinheiten zur Anpassung an unterschiedliche Lebensphasen sowie ein hybrides Finanzierungsmodell aus Miete und Eigentum. Wichtigste Erkenntnis: Es geht!

Dieses Projekt wurde in der 1. Baukulturwerkstatt 2014 vorgestellt. 

Fertigstellung 2010
Auftraggeber Baugruppe GbR Oderberger Str. 56
Architekt / Planer

BARarchitekten; Antje Buchholz; Jack Burnett-Stuart; Michael von Matuschka; Jürgen Patzak-Poor 

Planungsbeteiligte delta-i Planung (Haustechnik); ifb thal + huber (Tragwerk)
Größe / Fläche 5 Wohnungen mit 76-83 qm, zum Teil mit kleiner Wohnung 27-45 qm kombinierbar / 5 Ateliers mit 31-45 qm / Gastronomie: 51 qm / Ladenwerkstatt: 43 qm / Galerieraum: 6 qm / Werkstatt: 28 qm / Gästewohnung / Dach: 18 qm / Hof: 158 qm
Baukosten brutto 2.056.000 EUR
Nutzungen Wohnen