Hochwasserschutz und Ufergestaltung, Würzburg

Neugestaltung einer Uferpromenade

Aufgabe war die verbliebene Lücke im baulichen Hochwasserschutz für die Innenstadt zu schließen und gleichzeitig die stadträumlichen Vorzüge der Lage am Main zu stärken. Das Konzept basiert auf einer kleinen aber bedeutsamen Verlagerung der Verkehrsführung im zentralen Bereich des ca. 1 km langen Uferabschnittes. Die daraus entstandene Platzanlage bietet nicht nur einen beeindruckenden Blick auf die Marienfeste, sondern unterstützt die stadträumlichen Verweilqualitäten mit Baumpflanzungen und gastronomischen Angeboten. Eine durchgängige Uferpromenade schließt im Norden an die historische Silberstiege der alten Mainbrücke an und führt im Süden zu den neuen Schiffsanlegern.
Die Konzeption der Hochwasserschutzfunktion reagiert auf die unterschiedlichen stadträumlichen, konstruktiven und bauhistorischen Gegebenheiten. Der nördliche bauliche Hochwasserschutz verläuft linear vor der bestehenden Bebauung. Der so entstandene Zwischenbereich wurde entsprechend den Anforderungen von Anliegern und Denkmalschutz individuell gestaltet. Die südlich anschließende Platzanlage erhielt eine Kombination aus baulichem und mobilem Hochwasserschutz, dessen Elemente in die Platzgestaltung integriert wurden.

Fertigstellung 2012
Planungszeitraum Städtebaulicher Wettbewerb (1.Preis) 1998/99; Planung 2000-2006; Ausführung 2005-2012
Auftraggeber Freistaat Bayern, vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Würzburg, in Zusammenarbeit mit der Stadt Würzburg
Architekt / Planer

Klinkott Architekten, Karlsruhe

Planungsbeteiligte Dreier Ingenieure, Würzburg (Tragwerk, Ingenieurbau); Ingenieurbüro Maier, Würzburg (Verkehrsanlagen)
Nutzungen Infrastruktur