Entwicklung gemeinschaftlicher Wohnkonzepte für Senioren

Leben und Wohnen im Alter auf dem Land, Dötlingen

Die Gemeinde Dötlingen/Landkreis Oldenburg beschäftigt sich mit der Problematik demografischer Wandel und der Möglichkeit der Bereitstellung von Wohnungen für ältere Bürger. In einem partizipativen Prozess des Instituts für Partizipatives Gestalten wurde in einer Projektgruppe ein Konzept zum Leben und Wohnen im Alter erarbeitet. Daraufhin haben die Baupiloten eine architektonische Vision für ein generationenübergreifendes, nachbarschaftliches Zusammenleben auf dem Lande entwickelt. Um den Entwurf zu realisieren gründet sich die Genossenschaft Wi helpt di. Das 10.000 m² große Grundstück liegt, eingebettet in einem Natur- und Einfamilienhausgebiet, im Zentrum des Dorfs. Unter dem Motto „Nicht allein ins Heim“ soll auf einer 1.620 m² großen Wohnfläche ein Mehrgenerationenwohnen in 5 Höfen entstehen. Diese setzen sich zusammen aus 15 Häusern mit 20 größtenteils seniorengerechten Wohnungen. Die generationsübergreifenden Wohntypologien des Entwurfes sind so konzipiert, dass einerseits die Möglichkeit zum Abtauchen gegeben ist während gleichzeitig nachbarschaftlicher Austausch gefördert wird. Dabei werden durch Wohntypen unterschiedliche Wohnbedürfnisse abgedeckt: „Familie“, „Senioren-WG“, „Paar Kompakt“ und „Allein Kompakt“, die unterschiedlich angeordnet und erweitert werden können. Den Bewohnern stehen zusätzlich 300 m² Gemeinschaftsfläche (Werkstatt, Kursraum und Gästezimmer) zur Verfügung. Für die gesamte Gemeinde ist ein Kümmererhaus mit Pflegeeinrichtungen, Dorfküche und kulturellem Angebot geplant.

Dieses Projekt wurde im Rahmen der Baukulturwerkstätten 2015 in Kassel zur Diskussion gestellt.

Fertigstellung Ende 2016
Planungszeitraum 2014-2016
Auftraggeber Genossenschaft “Wi helpt di”
Architekt / Planer

die Baupiloten BDA, Berlin

Planungsbeteiligte IPG Institut für Partizipatives Gestalten
Größe / Fläche 10.000 m²
Baukosten brutto Baukosten brutto: 4,7 Mio. € (KG 300-700)
Nutzungen
Wohnen
Beteiligungskultur
ländliche Räume