Neue Formen des Zusammenlebens in der Genossenschaft

KraftWerk2, Zürich

Das Ziel der 1995 gegründeten Genossenschaft Kraftwerk1 war es, mit innovativen Projekten den Wohnungsbau in der Stadt Zürich neu zu denken. Thema war Nachhaltigkeit im weitesten Sinne: ökologische Bauweisen und die Förderung eines ressourcenschonenden Alltagslebens, soziale Integration, Offenheit für neue Wohnformen, die Verknüpfung von Wohnen und Arbeiten, und das alles zu günstigen Preisen in hervorragender Architektur.
In einem offenen, partizipativen Prozess entwickelten Interessierte einen vielfältigen Wohnungsmix und „erfanden“ in der Diskussion über geeignete Wohntypologien für ältere Menschen die Clusterwohnung. Mit einem geschickt gesetzten Zwischenbau gelang es dem Architekturbüro Adrian Streich, die beiden Bestandsbauten zu einer Großform zu verbinden.
Der Neubauteil erschließt alle Niveaus barrierefrei, beherbergt die neue Gebäudetechnik und bietet mit einer großzügigen Terrassenlandschaft, der „Terrasse commune“, allen Wohnungen einen Außenraum als vertikale Begegnungszone. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie Innenverdichtung aus problematischen Bestandsbauten attraktiven Wohnraum schaffen kann, der gleichzeitig höchste Nachhaltigkeitsansprüche befriedigt.

Dieses Projekt wurde bei der 1. Baukulturwerkstatt 2014 erörtert.

Fertigstellung 2012
Planungszeitraum Erbpachtvertrag 2007
Auftraggeber Bau- und Wohngenossenschaft Kraftwerk1
Architekt / Planer

Adrian Streich Architekten AG

Planungsbeteiligte Schmid Landschaftsarchitekten; Andreas Hofer, Beauftragter der Genossenschaft für Landsuche und Projektentwicklung; Projektentwicklung mit Frau Claudia Thiesen, Vorstandsmitglied der Genossenschaft Kraftwerk; caretta + Weidmann Baumanagement AG
Größe / Fläche 5588 qm Geschossfläche (davon 973 qm im UG) und 843 qm Außengeschossfläche
Baukosten brutto Gesamtkosten: 10.900.000 chF (8.893.500 EUR), Baukosten: 14.000.000 chF (11.475.500 EUR)
Nutzungen Wohnen