Park am Gleisdreieck, Berlin

Gestaltung einer Brachenlandschaft

2013 wurde der Westpark am Gleisdreieck eröffnet und bietet mit dem Ostpark eine weitläufige Landschaft für Sport, Spiel und Aufenthalt. Über 40 Jahre war das Areal nicht zugänglich. Während im Ostpark die Brachennatur die Atmosphäre des Ortes prägt, sind es im Westpark die mächtigen Viadukte der U1. Dieses starke räumliche Gerüst wird durch Holzbauten, etwa einer Bankskulptur und einer Tribüne, ergänzt. Silberlaubige Gehölze fassen die Parkwiesen ein und verleihen dem Westpark ein eigenständiges vegetatives Bild.
Breite Wege für unterschiedliche Fortbewegungsgeschwindigkeiten leiten die Besucher in die grüne Mitte des Parks. West- sowie Ostpark liegen auf einem künstlichen Plateau etwa drei Meter über Straßenniveau. Fast alle Eingänge sind behindertengerecht mit Rampen gestaltet. Die sogenannten Bahnvorhalteflächen werden temporär genutzt. Eine Besonderheit ist der „Garten im Garten“. Die bestehende Kleingartenanlage öffnet sich zum Park hin. Es entstanden ein öffentlicher Marktplatz, ein Naturerfahrungsraum sowie Gemeinschaftsgärten. Die Arbeit am eigenen Garten schafft Selbstvertrauen und einen Identifikationspunkt – auch für die Parkbesucher. Der Ort ermöglicht die Kommunikation und den interaktiven Austausch zwischen Nachbarn, Besuchern und Kleingärtnern.

Fertigstellung Ostpark: 2011; Westpark: 2013
Planungszeitraum Ostpark: Freimachung 2008, Landschaftsbau 2009; Westpark: Freimachung 2010, Landschaftsbau 2011
Auftraggeber Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Abt. I C, vertreten durch die Grün Berlin Stiftung
Architekt / Planer

Atelier Loidl Landschaftsarchitekten 

Planungsbeteiligte Breimann Bruun Simons, Landscape Engineering GmbH; Ökologie und Planung Dr. Markstein; Müller Kalchreuth Planungsgesellschaft für Wasserwirtschaft mbH; Ingo Acker Ingenieurbüro für Elektro- und Kommunikationstechnik
Nutzungen
Freiraum
Infrastruktur