Baukulturbericht 2016/17

Übergabe an die Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks

Bundesstiftung Baukultur

Der Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung Baukultur Reiner Nagel übergibt den Baukulturbericht 2016/17 auf dem 10. Bundeskongress Nationale Stadtenwicklungspolitik in Hannover an Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks.

Am 15. September 2016 übergab Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur, auf dem 10. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik in Hannover offiziell den Baukulturbericht 2016/17 „Stadt und Land“ an die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Dr. Barbara Hendricks.

Unter dem Titel „Stadt und Land“ legt die Bundesstiftung Baukultur im Baukulturbericht 2016/17 den Fokus auf mittel- und kleinstädtische sowie ländliche Räume mit den Kernthemen „Vitale Gemeinden“, „Infrastruktur und Landschaft“ sowie „Planungskultur und Prozessqualität“.

Bundesministerin Barbara Hendricks nahm den Baukulturbericht 2016/17 „Stadt und Land“ dankend entgegen und betonte:
„Neben sozialen und ökonomischen Bezügen hat Baukultur immer auch eine emotionale und ästhetische Dimension. Gebäude stiften Identität. Und die Qualität von Gebäuden beeinflusst unsere Lebensqualität. Mit der Bundesstiftung Baukultur verfügen wir über eine unabhängige Institution, die sich kritisch und konstruktiv für Baukultur einsetzt und die den Dialog über Baukultur auf Bundesebene organisiert. Wenn wir in Deutschland wieder mehr bauen, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, oder umbauen oder sanieren, um Energie einzusparen, dann sollte Baukultur unser ständiger Begleiter sein. Die Bundesregierung misst der Tätigkeit der Bundesstiftung Baukultur dabei einen hohen fachpolitischen Stellenwert bei. Wir werden die Förderung der Baukultur als wichtiges baupolitisches Ziel weiter verfolgen.“

Im Rahmen des Baukulturberichts wurde eine breite Kommunalbefragung und eine Bevölkerungsumfrage durchgeführt, um die spezifischen Herausforderungen und Bedürfnisse in Deutschland jenseits der großen Städte greifen zu können. Best-Practice-Beispiele wie das Konzerthaus Blaibach, die neue Ortsmitte Wettstetten oder das Kompetenz- und Freizeitzentrum :metabolon im Bergischen Land werden vorgestellt, Forschungserkenntnisse veranschaulicht und Handlungsempfehlungen ausgesprochen. Damit richtet sich die Bundesstiftung Baukultur an Akteure aus Politik, Architektur, Ingenieurwesen und Planung, der Wohnungs-, Immobilien- und Bauwirtschaft.

„Gerade auf dem Land und in kleineren Städten hat die Qualität der gebauten Umwelt enorme Bedeutung für Identität, Charakter und Zukunft der Gemeinde. Hier gilt es, die Bürger für Baukultur zu begeistern und mutige Entscheidungen zu treffen“, so Reiner Nagel. „Vorrang für den Bestand, Ortskernentwicklung statt flächenintensiver Neubaugebiete und eine Beteiligung der Bewohner sind hierbei wichtige Lösungsansätze, um das Ziel einer vitalen Gemeinde zu erreichen oder sie zu erhalten.“

Untersuchungen zur Lage der Baukultur in Deutschland zeigen auf, wie bedeutend Baukultur auch und gerade außerhalb der Metropolen ist und welches Potenzial für eine positive Zukunftsperspektive hiermit verbunden sein kann. Auch in kleineren Gemeinden sollen im Spannungsfeld von Landschaft, Ortsbildpflege, Energieproduktion und Infrastruktur neue Zukunftsbilder entworfen werden. Im Baukulturbericht 2016/17 wird darauf hingewiesen, dass eine Lösung weder allein in den großen Städten noch auf dem Land liegt. Es geht darum, die großen stadt- und siedlungsentwicklungspolitischen Dynamiken für die schrittweise funktionale und gestalterische Verbesserung unserer gebauten Lebensräume nutzbar zu machen.

Neben Stiftungsrat und Beirat wird die Bundesstiftung bei der Erstellung von Fachverbänden und einem Begleitkreis unterstützt, der sich aus Experten unterschiedlicher Disziplinen zusammensetzt. Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu), in Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe Stadt & Dorf, hat als Auftragnehmer die Bundesstiftung Baukultur bei der Erstellung des Baukulturberichts 2016/17 unterstützt.

Der Baukulturbericht 2016/17 wird jetzt in das Bundeskabinett eingebracht und von dort voraussichtlich an Bundestag und Bundesrat weitergeleitet. Er wird der Öffentlichkeit erstmals auf dem Konvent der Baukultur vom 3. bis 5. November 2016 in Potsdam vorgestellt werden.


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