Essays

Baukultur ist...

Baukultur ist ... Ansichtssache.

38 Kolumnisten geben persönliche, kritische, philosophische und soziologische Antworten auf diese Frage. Der Essayband enthält Beiträge von Autoren von ganz unterschiedlichem Hintergrund, unter ihnen die Architekten Matthias Sauerbruch und Hilde Leon, der Schauspieler Hanns Tischler, der Theologe Ralf Meister, der Landschaftsarchitekt Till Rehwaldt, der Philosoph Julian Nida-Rümelin, der Ingenieur Mike Schlauch, die Schriftstellerin Barbara Sichtermann oder der Stadtplaner Kees Christianes. Sie liefern ein vielseitiges Stimmungsbild über Möglichkeiten und Ideale unserer gebauten Umwelt.

In der Einleitung schreibt Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur: „Wir müssen in der Lage sein, Räume und Bauwerke als Ergebnisse von Baukultur auch zu empfinden und wenn möglich, diese Empfindungen auch in Worten ausdrücken können. Wenn, wovon wir überzeugt sind, Baukultur einen Beitrag für eine bessere Gesellschaft leisten kann, dann müssen wir auch sagen, wie das konkret aussieht, zum Beispiel in uns beherbergenden Räumen, in Geborgenheit und Sicherheit bietenden Quartieren, in lebendigen Nachbarschaften und in uns emotional berührenden Bauwerken. Die folgenden Texte erörtern aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln neue und persönliche Perspektiven. Sie werden in diesem Essayband erstmalig veröffentlicht. Alle dreiunddreißig Beiträge sind uns von den Autorinnen und Autoren spontan zugesagt worden, als persönlicher Beitrag für mehr Baukultur. Sie zeichnen ein Stimmungsbild über die Bedeutung von Baukultur und bereichern den Diskurs zur Bedeutung gebauter Lebensräume.“

Baukultur ist...
bauen mit Herz und Verstand (Reiner Nagel, Einführung)
... die ethisch zu verantwortende Gestaltung gebauter Räume (Julian Nida-Rümelin)
alles, was wir haben (Matthias Sauerbruch)
ein Schuss Anarchie (Luzia Braun)
Fernbedienung (Kees Christiaanse)
eine Chance für die Gesellschaft (Martina Löw)
Kultivierung der Stadt (Volkwin Marg)
geschichtsbewusst (Barbara Sichtermann)
Ingenieurbaukunst (Stephan Engelsmann)
ein gefährliches Wort (Christian Illies)
in die Zukunft schauen (Kristien Ring)
die Suche eines Auswegs aus der Vorhölle (Harald Bodenschatz)
die Summe aus Architektur und der Reflexion über Architektur (Hilde Léon)
der Vernunft zu einem Bild zu verhelfen (Wolfgang Kil)
die Entwicklung von Raum für die nächste Gesellschaft (Markus Bader)
wichtiger denn je (Angela Elis)
kreative Unruhe in sozialen und ökologischen Fragen (Jörn Walter)
im öffentlichen Bewusstsein kaum präsent (Reinhard Hübsch)
bewusst wertig zu gestalten (Mike Schlaich)
kreative Teilhabe (Elisabeth Merk)
nachhaltig (Hans Drexler)
eine Kampfansage an Banalität und Ignoranz (Michael Braum)
eine Chance für Klimaschutz und Energiewende (Fritz Reusswig)
die Flexibilität der Serie (Anne Lampen)
die Grammatik einer Stadt (Ralf Meister)
real und digital (Till Rehwaldt)
Schrittgeschwindigkeit (Hanns Zischler)
nur ein Wort (Tim Rieniets)
materielle Substanz und immaterieller Ausdruck des menschlichen Seins (Axel Buether)
Städte nach neuen Paradigmen zu gestalten (Sergio Pascolo)
aus Vorhandenem gestalten (Rolf Novy-Huy)
... eine Kultur des WIR (Ute Weiland)
die Verantwortung des Architekten für die Gesellschaft von morgen (Jo Coenen)
die Suche nach Gemeinsamkeiten in der Stadt (Martin Haag)
gestalten von Widersprüchen (Engelbert Lütke Daldrup)
unberechenbar (Jan Knippers)
über die Zwischenräume reden (Guido Hager)
das Ringen aller Beteiligten um das beste Ergebnis (Frauke Burgdorff und Oliver Brügge)
Gesellschaft, ist Politik, ist Prozess (Johannes Novy)