Preistragende
Chillig Brüten - Hitzeschutz für Stadtvögel
Stadtvögel, Hitzeschutz, Turm
Denk doch einer mal an die Tiere! Vögel in der Stadt finden immer weniger Orte zum Nisten. Hinzu kommt der Klimawandel: Dächer heizen sich stark auf, worunter besonders Mauersegler, Mehlschwalbe und Haussperling leiden. Unser Vogelturm schafft neue, kühle Rückzugsorte und leistet eine Beitrag zum Hitze- und Artenschutz in der Stadt. Das Tragwerk besteht aus wiederverwendetem Holz. Durch die Umnutzung von Firstziegeln entstehen Nistplätze. Der Ziegelschutt dient im unteren Bereich des Turms in Schubladen als Wasserspeicher. Dieser Wasserspeicher ermöglicht eine Verdunstungskühlung und somit eine passive Klimatisierung des Turms. Der Kaltluftstrom wird durch den Kamineffekt entlang des Turms nach oben geleitet. Durch die Wiederverwendung der Materialien bleiben wir im Materialkreislauf und können auf günstig und leicht verfügbare Materialien zurückgreifen.
Im Anschluss an den Konvent der Baukultur wird unser Vogelturm an den NABU Potsdam übergeben und direkt vor Ort eingesetzt, denn Mitte Juni befinden sich die 3 Vogelarten noch in der Brutsaison. Der Turm versteht sich als Versuchs- und Erkenntnisträger. Bei erfolgreicher Bewährung ist eine serielle Fertigung denkbar.
Preisträgerinnen: Jette Lötters, Cäcilia Frederichs, Finn Merlin Horstmann, Nils Spellenberg
Kooperationspartner: Fachgruppe Ornithologie des NABUKV Potsdam (Leitung Manfred Pohl) sowie in Zusammenarbeit mit dem Projekt Artenschutz am Gebäude (Helen Friedlein, NABU Berlin)
Gruppe: TU Berlin, FG Architektur, Gebäudetechnik und- systeme Prof. Dr. Angèle Tersluisen, Seminar Strategien für nachhaltiges Planen und Bauen
© Jette Lötters, Cäcilia Frederichs, Finn Merlin Horstmann, Nils Spellenberg