Preistragende

Ein Dach für eine Nacht

Aufmerksamkeit, Würde, Schutz

„Ein Dach für eine Nacht“ ist eine Bank, die tagsüber als Stadtmöbel dient und sich nachts in einen Rückzugsort für Menschen ohne festen Wohnsitz verwandelt. Sie richtet sich jene, für die Notunterkünfte keine Option sind, und setzt damit ein sichtbares Zeichen gegen ausgrenzende Architektur sowie für solidarisches Handeln im öffentlichen Raum. Holz, Stahl, ein aus recycelten Industriefolien bestehendes „Dach“ bilden die Elemente für den geschützten Schlafplatz. Die zweiseitige Konstruktion verfügt über eine kombinierte Sitz- und Liegefläche von 2,10m x 0,55m, ein kleines Staufach sowie einen einfachen Klappmechanismus. Mit einem Handgriff wird die Bank zu einem temporären Unterschlupf.

Im Austausch mit dem Leiter der Augsburger Hilfsmobile wurde klar: die Johanniter werden das Projekt fachlich und ideell unterstützen und bei der geeigneten Platzierung der Bänke in Augsburg begleiten. So entsteht ein Ort, der mehr ist als eine Bank: ein stilles, aber präsentes Zeichen für Würde, Solidarität und Menschlichkeit im öffentlichen Raum.

Preisträgerinnen: Ceyda Yalcin, Mia Beckmann, Rebekka Kruschwitz

Kooperationspartner: Johanniter Regionalverband Bayerisch Schwaben, Benkert Bänke (angefragt)
Gruppe: Seminar im Masterstudiengang Architektur am Fachgebiet Städtebau und Entwerfen, Technische Hochschule Augsburg

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