Bremen

Raum zum Wohnen – Platz fürs Quartier

Mehrgeschossiges, rotes Wohngebäude mit klarer Kubatur. Die Fassade ist schlicht gestaltet und wird durch regelmäßig angeordnete rechteckige Fenster gegliedert. Das Haus staffelt sich nach oben leicht zurück, die Fassade ist flach gestaltet. Im Erdgeschoss sind größere Öffnungen und ein zurückgesetzter Eingangsbereich erkennbar. © Antonia Leicht
Innenhofansicht des Wohngebäudes mit gestaffelten, umlaufenden Balkonen. Die Fassade ist glatt verputzt und wird durch regelmäßige Fensteröffnungen und tief auskragende Balkonplatten gegliedert. Graue Metallgeländer bilden einen starken Kontrast zur warmen Fassadenfarbe. Die Balkone sind als offene Laubengänge organisiert und schaffen eine klare horizontale Struktur sowie gemeinschaftlich nutzbare Außenräume. © Antonia Leicht
Detailansicht eines Innenraums mit Sichtbetonwand und Treppe. Die Treppe ist aus Betonfertigteilen konstruiert und wird von einem filigranen Metallgeländer begleitet. Unter dem Treppenlauf entsteht eine für Rollatoren und Kinderwagen genutzte Fläche mit orangefarbenem Bodenbelag. © Antonia Leicht
Erdgeschosszone des Wohngebäudes. Die Fassade kombiniert glatten Putz in den Obergeschossen mit einem in Fischgrat gelegten Klinker im Sockelbereich. Vor dem Haus steht eine zweigeschossige Fahrradabstellanlage aus verzinktem Stahl, die den halböffentlichen Hofraum prägt. © Antonia Leicht
Heller Wohnraum mit offenem Grundriss, der Wohn- und Essbereich verbindet. Große bodentiefe Fenster und eine geöffnete Balkontür sorgen für viel Tageslicht und erweitern den Raum nach außen. Die zurückhaltend hellen Wandflächen und der Holzfußboden schaffen eine warme, ruhige Atmosphäre. © Antonia Leicht

Die Genossenschaft KARL hat im Jahr 2019 im Zuge eines Konzeptverfahrens der Stadt Bremen den Zuschlag für ein Grundstück im neuen Hulsberg-Viertel erhalten. Der viergeschossige Baukörper mit Staffelgeschoss und 29 Wohneinheiten ist seit 2023 bezogen. Er wird durch zwei Treppenhäuser gegliedert und bildet hofseitig einen großzügigen Laubengang aus. 

Das Wohnprojekt verbindet einen relativ geringen Pro-Kopf-Flächenverbrauch mit zahlreichen Gemeinschaftsflächen. Sie befinden sich im Erdgeschoss als Werkstatt, KARL-Raum und -Garten, auf den Wohnetagen als flexibel genutzte „Plusräume“ genauso wie auf dem Staffelgeschoss und Dach als große Terrassen bzw. Dachgarten. Diese Begegnungsorte sind für alle Bewohner*innen jederzeit zugänglich und dienen als Übergang zwischen der Hausgemeinschaft und dem umliegenden Quartier. Bauliche Besonderheiten, mit denen die Gestaltungssatzung des neuen Hulsberg-Viertels innovativ interpretiert wird – wie die Fassadengestaltung in rotem Klinker und die Dachterrasse auf dem Staffelgeschoss – schaffen ein identitätsstiftendes Gebäude als Auftakt für die Reurbanisierung des Neuen Hulsberg-Viertels.

Mit dem Polis Award 2025 (Soziale Quartiersentwicklung) ausgezeichnet.

Rubrik Wohnen
Region Bremen
Projektbeteiligte

Praeger Richter Architekten, Campe Janda Architekten (LP 6 – 8)
Projektsteuerung: PlanWGmbH
Projektentwicklung: Müller Rose Projektsteuerung
Statik: Janitz Ingenieure
TGA: Ingenieurgesellschaft Schnittger Wilde mbH

Fertigstellung 2023
Größe / Fläche BGF 3.720 m2
Auszeichnung polis Award
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