Sitz der Bundesstiftung Baukultur © Foto: Till Budde, Berlin, 2011 für die Bundesstiftung Baukultur

Stiftungssitz

Über den Sitz der Bundesstiftung Baukultur

Schiffbauergasse 3, 14467 Potsdam

Nach 15-monatiger Bauzeit übergab der Oberbürgermeister der Stadt Potsdam Jann Jakobs am 17. März 2011 der Bundesstiftung Baukultur ihren neuen Sitz in der Schiffbauergasse 3 in Potsdam.

In einem Festakt durchtrennten Jann Jakobs (Oberbürgermeister der Stadt Potsdam), Rainer Bomba (Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung), Jörg Vogelsänger (Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg), Erich Jesse (Geschäftsführer des Sanierungsträgers Pro Potsdam), Michael Braum (Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur) sowie der Architekt Jörg Springer (Springer Architekten, Berlin) und der Landschaftsarchitekt Jürgen Weidinger (Weidinger Landschaftsarchitekten, Berlin) gemeinsam das Band, das die neuen Räume an die Bundesstiftung für die zukünftige Nutzung freigegeben hat.

In der Bewerbung der Stadt Potsdam zum neuen Sitz der Bundesstiftung Baukultur wurde 2006 mit der landschaftlich exponierten Lage am Tiefen See, eingebunden in die Potsdamer Kulturlandschaft mit UNESCO Welterbestatus, erfolgreich geworben. Gemeinsam mit dem Land Brandenburg konnte sich die Stadt Potsdam gegen prominente Kandidaten wie Weimar, Leipzig, Görlitz, Bonn, Essen, Frankfurt a. Main und Stuttgart durchsetzen. Am 26. Oktober 2006 wurde der Beschluss des Deutschen Bundestages zur Errichtung der Bundesstiftung Baukultur mit Sitz in Potsdam gefasst.

Die Konversion des ehemaligen preußischen Kasernen- und Industriestandortes Schiffbauergasse steht beispielhaft für aktuelle Stadtumbaufragen. Denn Ziel des 2008 durchgeführten Wettbewerbes in Abstimmung zwischen Bund, der Stadt Potsdam und dem Sanierungsträger Potsdam war es, ein vorbildhaftes Konzept für den Umbau, die Sanierung, den Innenausbau sowie die Freiraumgestaltung des unmittelbaren Umfeldes der „Husarenvilla“ zu gewinnen.

Im Ergebnis erhielt das Team Springer Architekten zusammen mit Weidinger Landschaftsarchitekten, beide Berlin, als erster Preisträger den Auftrag für die Umsetzung. Die Baumaßnahme führte der Sanierungsträger Potsdam als Treuhänder der Landeshauptstadt Potsdam durch.

Die Herrichtung des Bestandsgebäudes erfolgte im Dezember 2009 und bereits im Juli 2010 konnte die Bundesstiftung Baukultur Richtfest feiern. Die Gesamtbaukosten in Höhe von ca. 1,5 Mio € teilten sich Bund, Land und Stadt. Das Projekt wird im Rahmen des Städtebauförderprogramms mit Mitteln des Bundes, des Landes Brandenburg, der Landeshauptstadt Potsdam und des Hauptstadtvertrages gefördert. Darin enthalten sind Maßnahmen zur vorbildhaften energetischen Sanierung des Gebäudes, wie z.B. durch eine Photovoltaik-Anlage, Innendämmung, Dreifachverglasung und Betonkerntemperierung, die mit Geldern des Konjunkturpakets II der Bundesregierung finanziert wurden.

Die Grundstruktur des Altbaus behielt man bei der Sanierung bei, das erweiterte Treppenhaus und der großzügige Luftraum geben dem Gebäude einen offenen Charakter. Zusätzlich wurde mit einem Dachaufbau die Nutzfläche erweitert, wo die großformatigen Verglasungen zusammen mit dem neuem Ziegelgittermauerwerk eine Symbiose zwischen Alt und Neu herstellt.

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