
Erstes bundesweites Netzwerktreffen
Mit dem ersten bundesweiten Netzwerktreffen „Eine Sprache für die Baukultur“, das am 26. Februar 2010 in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin stattgefunden hat, verfolgte die Bundesstiftung Baukultur das Anliegen, einen Anfang für eine langfristige, bundesweite Zusammenarbeit der Netzwerkakteure zu setzen.
Mit diesem Auftakttreffen hat die Bundesstiftung in der Diskussion mit ausgewählten BaukulturvermittlerInnen und VermittlungsexpertInnen aus Bereichen des Journalismus, der politischen Kommunikation, des Stiftungswesens und der strategischen Kulturvermittlung einen Einstieg zu bewährten und weiterführenden, tradierten und neuen Strategien der Baukulturvermittlung erarbeitet. Dabei wurden Impulse aus den Ausland hinzugezogen.
Die Dokumentation zum ersten bundesweiten Netzwerktreffen „Eine Sprache für die Baukultur“ bietet einen thematischen Überblick zu den Inhalten der fünf Tischgespräche und fasst die einzelnen Impulsvorträge zusammen. Sie steht als PDF Download hier zur Verfügung.
Die Dokumentation gibt ebenfalls einen Ausblick auf die für 2010 und 2011 geplanten Netzwerktreffen, die inhaltlich an den bundesweiten Auftakt anschließen. Zur Vertiefung des Themas „Eine Sprache für die Baukultur“ möchte die Bundesstiftung Baukultur aktuelle Strategien und Methoden der Baukulturvermittlung am Beispiel bundesweit relevanter Fragestellungen und Projekte gemeinsam mit dem Netzwerk sowie mit geladenen ExpertInnen in vier regionalen Netzwerktreffen diskutieren. Die Stiftung verfolgt damit nicht zuletzt das Ziel, qualifizierten Initiativen eine Plattform zu bieten sowie die bundesweite Aufmerksamkeit auf lokal und regional agierende Akteure zu lenken.
Regionale Netzwerktreffen 2010 und 2011
Auftakt zu den regionalen Netzwerktreffen war das Regionaltreffen West am 25. Oktober 2010 in Köln zu dem Thema „Baukultur in die Schlagzeilen!“. Es wurde in Kooperation mit dem hdak Haus der Architektur, Köln für die Bundesländer Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland organisiert.
Das Netzwerktreffen Nord fand am 4. April 2011 in Wolfsburg zu dem Thema „Baustelle Bildung“ statt. Das durch das Forum Architektur der Stadt Wolfsburg organisierte Regionaltreffen bot dem baukulturellen Netzwerk im Norden über die Grenzen der Bundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein hinweg eine Plattform für einen Erfahrungsaustausch. Im Kreis von ausgewählten baukulturellen Initiativen und Experten, Medienvertretern und „Querdenkern“ aus anderen Disziplinen wurden in Tischgesprächen zum Themenbereich „Baustelle Bildung“ zeitgemäße Methoden und neue Strategien der Baukulturvermittlung erörtert. Die Dokumentation, die die wesentlichen Inhalte der Veranstaltung wiedergibt, steht nun als PDF Download hier zur Verfügung.
Zu dem Netzwerktreffen Süd lud die Bundesstiftung Baukultur in Kooperation mit der Architektenkammer Baden-Württemberg, Kammergruppe Ulm/Alb-Donau-Kreis, dem architekturforum.kempten e.V. und dem Fachgebiet Architekturkommunikation (a*komm) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) am 29. Juni 2011 ein. Im Stadthaus in Ulm diskutieren diesmal Baukulturvermittler, -akteure und -institutionen aus den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern zum Thema „Baukultur ist Partizipationskultur“. Die Bedeutung von öffentlicher Beteiligung im baukulturellen Bereich nimmt nicht zuletzt aufgrund von Stuttgart 21 einen zunehmenden Stellenwert bei Bauvorhaben und Planungsprozessen ein. In diesem Sinne war es Ziel des Netzwerktreffens zu hinterfragen, wie zeitgemäße Beteiligungsverfahren als Form der Baukulturvermittlung umgesetzt werden können. Die Dokumentation mit den ausführlichen Inhalten finden Sie hier.
Das Netzwerktreffen Ost für Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen fand am 1. November 2011 zum Thema „Was kommt nach dem Aufbau Ost? Ein Dialog zwischen Baukultur und Politik“ im Bauhaus in Dessau statt. Anhand von Fallbeispielen diskutierten Vertreter verschiedener Initiativen und der Politik aktuelle baukulturelle Themen zu demografischer Transformation und Klimawandel. Gerade in den neuen Bundesländern stellt Baukultur in ihrer gesellschaftspolitischen Dimension eine besondere Herausforderung dar. Von Strukturumbrüchen geprägte Quartiere, immer knapper werdende öffentliche Ressourcen, vergleichsweise hohe Arbeitslosenzahlen verbunden mit Bevölkerungsrückgängen prägen das Bild der Städte und Dörfer. Dabei müssen auch gestalterische Antworten auf die aktuelle Herausforderungen des Klimawandels und der Optimierung der technischen Infrastruktur gefunden werden. Angemessene Rahmenbedingungen dafür zu schaffen erfordert die gemeinsame Diskussion zwischen der Fachöffentlichkeit, Bürgerschaft sowie der Verwaltung und Politik. Die Dokumentation des Netzwerktreffens in Dessau steht hier zum Download bereit.

