Bericht zur Baukultur
Die Verantwortung für die „Baukultur des Öffentlichen“ lässt sich nicht in Auftraggeber und Auftragnehmer aufteilen. Vielmehr gilt für die Politik wie für die Bauschaffenden eine gesellschaftliche Standortbestimmung zu befördern, die Antworten auf die Fragen gibt: Was sind unsere Ansprüche an den öffentlichen Raum und was ist er uns eigentlich wert?
Genauso ist es nicht allein der städtische Freiraum, der Öffentlichkeit herstellt. Mit jedem Bildungsort wie mit jedem Verkehrprojekt (ver-)bauen wir einen Teil unseres Gemeinwesens und treffen eine Aussage darüber, welche Qualitätsmaßstäbe wir anlegen. Was selbstverständlich sein sollte wird allzu oft nicht praktiziert: der Dialog auf Augenhöhe zwischen den Disziplinen und mit den Nutzern. Wie schaffen wir es, konstruktiv zusammenzuarbeiten, um unsere Kompetenzen zum Wohle der Gemeinschaft zu bündeln?
Das baukulturelle Mobile im Gleichgewicht zu halten, gilt es als Herausforderung anzunehmen. Eine „Baukultur des Öffentlichen“ sollte Funktionstauglichkeit, Nachhaltigkeit, Nutzerakzeptanz und Gestaltqualität selbstverständlich zusammen denken, fördern und bauen. Welche Gespräche müssen geführt, welche Paragraphen müssen geändert und welche Vorstellungen müssen erzeugt werden, um unserer Gesellschaft einen öffentlichen Raum zu geben, der Identität stiftet, Integration fördert und dem Gemeinwesen gut tut?
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